Witzig - und Kriminell gut

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Gespeichert von Anja Yilmaz am 5. Oktober 2017
literaturfestival

Witzig - und Kriminell gut

Am Ende einer turbulenten Bundestagswahlwoche gab es in der Botschaft des Westens wieder etwas zu lachen – dank des "Auswärtsspiels" des Literaturfestivals Westfalen.

Lesung in der "Botschaft des Westens" mit Sandra Lüpkes, Klaus-Peter Wolf und Frank Goosen

bislang nicht bewertet
 

Hochspannung und Humor – das war der in Worte gemischte Literatur-Cocktail des Abends. Denn mit der Roman- und "Wilsberg"-Drehbuchautorin Sandra Lüpkes, dem Gelsenkirchener "Ostfriesland"-Krimiautoren Klaus-Peter Wolf, seiner singenden Ehefrau Bettina Göschl und dem Kabarettist  Frank Goosen aus Bochum
bespielten  Künstler die Bühne der Landesvertretung, denen letztlich allen das Herz auf der Zunge liegt. 
Das "Dalton Orckestrar“ aus Hagen würzte die Literatur seinerseits mit Best-Noten: Mehr als 200 Gäste genossen einen wahrhaftig kriminell guten Abend.
 
Der Titel des Literaturfestivals Westfalen 2017 lautete „hier. festival. regional. international“ und bekräftigt damit eine alte Weisheit: Westfalen haben keine Berührungsängste; Westfalen sind Weltbürger. Fünf Wochen lang präsentierte das Netzwerk „Literaturland Westfalen“ renommierte Autorinnen und Autoren ebenso wie vielversprechende Neulinge und Quereinsteiger: Bis zum Finale, diesem "Auswärtsspiel" in Berlin.

Und weil Westfalen eben immer und überall anzutreffen sind, trugen Sandra Lüpkes, Klaus-Peter Wolf und Frank Goosen den dankbaren Westfalen in Berlin die Prise Heimat persönlich auf dem goldenen Tablett hinterher:

Sandra Lüpkes las aus ihrem jüngsten Roman "Inselfrühling" und begleitete sich selbst mit einer Melodika, die sie per Blaseschlauch zum Klingen brachte. Jedes weitere "mörderische" Instrument sei ihr von der Bahn auf der Anreise in die Hauptstadt verweigert worden, erzählte sie augenzwinkernd. Um dann ebenso furios und furchterregend zugleich von jenem Fluch zu lesen, der das Publikum durch ihren aktuellen neuen Roman trägt.

Klaus-Peter Wolf wusste sich und seinen neuen Krimi wortgewandt in Szene zu setzen: Nach seinen Quoten-Erfolgen im allzu oft viel zu tödlichen Friesland, setzt er mit einem Krimi aus und in Unna (!) nach: Eine Hommage an seine Heimat Westfalen und den heimatlichen Literaturbetrieb.

Frank Goosen indes huldigte seinem Revier, den Menschen im Ruhrgebiet, in all seiner Sprache, seinem Humor und mit seinem eigenen so-sein: Er beobachtet, lebt mittendrin, hört zu und schreibt. Schreibt und schreibt. Und liest dann daraus vor aus, aus diesem vollen, handfesten Leben. Seine Dankbarkeit für so viel Authentizität und zugelassener Nähe ist aufrichtig; ein glücklicher Künstler. Und so spült und spielt Goosen sein Publikum durch den Abend, der viel zu schnell vorübergeht. Die Daltons aus Hagen spenden Trost, und das Publikum eint die Zuversicht, in Berlin nicht auf die Vilelseitigkeit seiner Heimat verzichten zu müssen.
 

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