Vielfalt leben, Integration gestalten

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Gespeichert von Anja Yilmaz am 15. März 2017
Vielfalt leben, Integration gestalten
10. März 2017

Vielfalt leben, Integration gestalten

Podiumsdiskussion in der Landesvertretung NRW

Die Flüchtlingskrise mobilisierte die deutsche Gesellschaft auf eine beeindruckende Weise – bundesweit hoben freiwillige Helfer unzählige Willkommensbündnisse aus der Taufe. Wie haben diese Herausforderung und diese Bürgerbewegung unsere Gesellschaft geprägt. Wo stehen wir heute, was ist erledigt, was nötig? Diakonie, Kirche und Politik gaben in der NRW-Landesvertretung Antworten darauf.

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Einig wurden sich die Teilnehmern der Podiumsdiskussion vor allem über eins sehr früh und sehr klar: Die Integration geflüchteter Menschen ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf. Über die Etappen freilich lässt sich trefflich streiten – und genau dazu waren die Praktiker und die Politiker ja hier zusammengekommen.
„Vielfalt leben – Integration gestalten“ lautete die Überschrift über dem Podium, zu welchem der Bundesverband der Diakonie geladen hatte. Vor allem der persönliche Kontakt zwischen Flüchtlingen und Helfern fördere die Akzeptanz auf der einen (deutschen) Seite und die Gewissheit, angenommen zu sein auf der anderen Seite. Christian Heine-Göttelmann vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen wusste viele Beispiele zu beschreiben. „Ohne die vielen engagierten Bürger hätten wir diese Lage, diese Ausnahmesituation, nicht bewältigt“, pflichtete ihm der Superintendent des Kirchenkreises Oberhausen, Joachim Deterding, bei.
 
Beide stellten indes gegenüber dem NRW-Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Franz-Josef Lersch-Mense, klar: „Ehrenamt gelingt nur übers Hauptamt.“ Auch und erst recht in der Flüchtlingskrise hätte die Bürgergesellschaft Aufgaben des Staates übernommen – „dafür gebührt den Hilfsinitiativen finanziell und personell Rückendeckung“.
 
Einig auch waren sich die Diskussion darüber, dass Integration das Gebot der allerersten Stunde ist. „Wir müssen den Menschen unabhängig von ihrer Bleibe- oder Ausreiseperspektive Angebote machen“, betonte Minister Lersch-Mense. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie bemängelte, dass die Geflüchteten „an vielen Stellen allein gelassen werden, sobald sie in ihrer eigenen Wohnung angekommen sind. Aber wir müssen sie langfristig, kontinuierlich begleiten.“
 
Joachim Deterding verwies mit Blick auf „Integration durch Jobs“ in seiner Funktion als Moderator der Konferenz der Ruhrgebiets-Superintendenten darauf, dass schon heute die Arbeitslosigkeit bei Ausländern weit höher läge als bei Deutschen.  „Wenn wir jetzt an den relevanten Stellen einsparen, werden die Kosten in der Zukunft deutlich höher sein“, ergänzte Diakonie-Chef Lilie. 
 
 

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