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#Salafismus
16. April 2016

#salafismus – „Gemeinsam gegen salafistische Internet-Propaganda"

Symposium mit Fachleuten in der NRW-Landesvertretung

Unter dem Titel #salafismus – „Gemeinsam gegen salafistische Internet-Propaganda“ luden Nordrhein-Westfalens Medienminister Franz-Josef Lersch-Mense und sein Innenressort-Kollege Ralf Jäger in die Landesvertretung zu einem Symposium mit Fachleuten aus den relevanten gesellschaftlichen Bereichen.

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Klartext, was sonst? Unter dem Titel #salafismus – „Gemeinsam gegen salafistische Internet-Propaganda“ luden Nordrhein-Westfalens Medienminister Franz-Josef Lersch-Mense und sein Innenressort-Kollege Ralf Jäger in die Landesvertretung zu einem Symposium mit Fachleuten aus den relevanten gesellschaftlichen Bereichen.

Und alle Beteiligte reden Klartext. Denn das Ziel ist groß. „Wir wollen junge Menschen vor extremistischer Propaganda besser schützen. Dazu brauchen wir mehr Aufklärung, mehr Engagement und eine wahrhaft intelligente Strategie“, sagen die Minister Lersch-Mense und Jäger ebenso wie Burkhard Freier, Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen.“

Am Symposium beteiligen sich Journalisten, Verfassungsschützer, Wissenschaftler, Blogger und Extremismusexperten aus dem Präventionsbereich – darunter Sascha Stoltenow, Sicherheitsexperte mit eigenem „Bendler Blog“, die Münchener Kommunikationswissenschaftler Katharina Neumann und Dr. Philip Baugut, die die Nutzung und Wirkung von extremistischer Medienpropaganda erforschen und der Islamwissenschaftler Younes Al-Amayra, der sich als „Datteltäter“ via YouTube dem mörderischen IS-Wahn auch mit Humor entgegenstellt

 

„Die giftige Saat der salafistischen Hetzer darf nicht aufgehen“, so Jäger, „wir müssen der menschenverachtenden Propaganda im Internet entschlossen entgegengetreten.“

 

Wie die salafistische Propaganda online funktioniert, ist täglich, stündlich zu beobachten. Ihre Akteure treten in Einzelgruppen oder gut organisiert auf und sind regelrechte Menschenfänger, die vor allem junge Menschen ködern und motivieren wollen. Jugendsprech und Märtyrer-Diktion bilden eine Kommunikation, der vor allem jene jungen Männer erliegen, die sich schulisch abgehängt fühlen und sich gleichsam als Trotzreaktion aktiv selbst ausgrenzen. Die einfachen Antworten der salafistischen Kommunikationsprofis fallen entsprechend schnell auf fruchtbaren Boden – die Radikalisierung beginnt und wird schließlich offline verstärkt: in persönlichen Begegnungen mit den Menschenfängern, die den Weg bereiten auch für Reisen direkt zu den Terrororganisationen des so genannten Islamischen Staats.

 

Was online so gefährlich macht? Bereits einfache Digitalkameras und ein Laptop reichen, um die Ästhetik professioneller Rap-Videos zu imitieren und zielgesteuert den Dschihad, den Glaubenskrieg, auch im Netz zu führen: Deutschsprachige Konvertiten locken in Propaganda-Filmen ihre „Brüder und Schwestern“ – „Kommt nach Hause. Sitzt nicht mit den Schmutzigen.“  Tödliche Waffen in der Hand oder im Hintergrund signalisieren die Bereitschaft, „Ungläubige“ auszulöschen.

 

Entsprechend wichtig sind Informationen über solche Strategien und Strukturen, die online erkennbar und im Alltag von den Sicherheitsbehörden verfolgt werden müssen. „Wir wollen voneinander lernen, uns vernetzen und gemeinsam gegen diese digitale Propaganda vorgehen“, betont Medienminister Lersch-Mense am Ende des Ganztagssymposiums. „Das weltweite Netz ist ein zentraler Bereich moderner Sicherheitsarchitektur und kein rechtsfreier Raum“, ergänzt Innenminister Ralf Jäger.

 

Alle Teilnehmer des Symposiums sind sich einig, „dass unser Austausch weitergehen muss“. So lange es nötig ist.  #salafismus.  Klartext reden und handeln.

 

 

 

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