Weimarer Dreieck

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Gespeichert von Nina Heil am 2. März 2015

Regionales Weimarer Dreieck

Zukunftsgerichtete Projektarbeit

Am 29. August 1991 unterzeichneten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar eine „Gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit für die Zukunft Europas“. Sie schufen damit eine Initiative zur Förderung der deutsch-französisch-polnischen Zusammenarbeit, die als „Weimarer Dreieck“ bekannt wurde und das Ziel hatte, die Einheit Europas zu stärken und zu vertiefen. Nordrhein-Westfalen, die damalige französische Region Nord-Pas de Calais (heute Hauts-de-France: Nord Pas de Calais-Picardie) und die polnische Woiwodschaft Schlesien haben entschieden, das „Weimarer Dreieck“ durch zukunftsgerichtete Projekte auf regionaler Ebene aktiv mit Leben zu füllen.

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Seit 2001 sind die drei Regionen auf Grundlage einer „Gemeinsamen Erklärung zur Zusammenarbeit“ partnerschaftlich miteinander verbunden. Nordrhein-Westfalen, Schlesien und Nord-Pas de Calais (Seit dem 14. März 2016: Hauts-de-France: Nord Pas de Calais-Picardie) haben viele Gemeinsamkeiten. In sehr ähnlicher Weise wurden sie durch die Montanindustrie geprägt und stehen heute vor den Herausforderungen des Strukturwandels. In den vergangenen Jahren wurde die Zusammenarbeit zunehmend ausgebaut und vertieft. Besonders der Beitritt Polens zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 eröffnete neue Perspektiven für Kooperationen.
 
Vor dem Hintergrund der wachsenden intensiven Projektarbeit unterzeichneten Nordrhein-Westfalen, Schlesien und die damalige Region Nord-Pas de Calais am 22. August 2014 im französischen Lens eine neugefasste „Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit und den Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen“. Als zentrale Kooperationsfelder wurden der wirtschaftliche, ökologische, soziale und kulturelle Strukturwandel der Regionen, die Jugendmobilität sowie regionale Kulturprojekte vereinbart.
 
Jährlich findet seit 2001 ein einwöchiger trilateraler Jugendgipfel statt, an dem in der Regel insgesamt 45 Jugendliche im Alter zwischen 17 und 23 Jahren aus den drei Partnerregionen teilnehmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten gemeinsame Positionen zu wichtigen europäischen Themen und diskutieren diese mit den politischen Vertretern der drei Regionen.

Informationen zum 16. deutsch-französisch-polnischen Jugendgipfel im August 2016 finden Sie hier.
 
Ebenfalls jährlich wird eine Fachtagung zum industriellen Erbe organisiert. Im Zentrum des Expertenaustauschs stehen Fragen der kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Nutzung altindustrieller Brachflächen und Gebäudeareale sowie Ideen zur zukünftigen Entwicklung der ehemals stark von Kohle- und Schwerindustrie geprägten Gebiete.
 
Im Rahmen der trilateralen Projektreihe „Kulturatrium“ wird seit 2011 auch die Zusammenarbeit im kulturellen Bereich gefördert. Im Jahresrhythmus werden Kunst- und Kulturprojekte unterschiedlichster Schwerpunktbereiche, zum Beispiel Literatur, Musik und Tanz realisiert. Die Aufführungen finden jeweils abwechselnd in Deutschland, Polen und Frankreich statt. Ziel ist es, die kulturellen Netzwerke zwischen Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas de Calais (Seit dem 14. März 2016: Hauts-de-France: Nord Pas de Calais-Picardie) und Schlesien gezielt zu stärken und zu erweitern.

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Am 17. Juni 2016 jährt sich die Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ zum 25. Mal. Das ganze Jahr werden Veranstaltungen und Projekte aus Politik und Zivilgesellschaft Gelegenheit geben, die vergangenen 25 Jahre gemeinsam zu würdigen. Im Jubiläumsjahr geht es insbesondere darum, die gelebte Vielfalt zwischen den Gesellschaften unserer beiden Länder sichtbar zu machen.

Nutzen Sie deshalb bitte den Eventkalender für das Jubiläumsjahr: 

www.25pl.de

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