„Rammdöösig“ – ein Programm besonderer Art

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Gespeichert von Anja Yilmaz am 11. Mai 2016
Rammdöösig
4. Mai 2016

„Rammdöösig“ – ein Programm besonderer Art

Kabarett aus Westfalen? Kabarett aus Westfalen!

Waren zu Beginn des Abends noch ein paar fragende Gesichter in der Landesvertretung NRW zu sehen und Skepsis bei einigen der durchweg sehr interessierten Gäste zu verzeichnen – am Ende stand langanhaltender Applaus der über 200 Besucherinnen und Besucher für die Akteure auf der Bühne. Und die Überzeugung: Westfalen haben auch Humor!

bislang nicht bewertet
 

Augustin Upmann, Heinz Weißenberg – allgemein als „Die Bullemänner bekannt“ -   hatten zusammen mit ihrer „Tastenfachkraft“ Svetlana Svoroba nach knapp zwei Stunden auch das Berliner Publikum in den Griff bekommen.
Westfälische Ethno-Kabarett war angekündigt worden – als ein Höhepunkt im Rahmen der „Westfalenwoche“, die von der Landesvertretung aus Anlass des Jubiläums „70 Jahre NRW“ ausgerufen worden war. Die „Kult-Regionen“ NRW‘s sinnlich erfahrbar machen  -  das sollte Ziel sein, so der stellv. Leiter Gerhard Sauer in seiner Begrüßung. Wenn Lachen sinnlich ist, dann hatte dieser Abend seinen Zweck voll und ganz erfüllt.
Politische Themen in Alltagsgeschichten verpackt, manchmal skurril, manchmal absurd überdreht – aber immer mit klarer Botschaft. So nähern sich die „Bullemänner“ der derzeitigen Weltlage und konstatieren, dass man angesichts so mancher Entwicklung durchaus schon „Rammdöösig“ werden könne: ob als Feuerwehrmänner, die die Auswirkungen von „Shades of grey“ in so manchen Schlafzimmer beseitigen müssen, ob als Hähnchenmäster, als Türsteher oder als Bewohner des (imaginären) Ortes Suchtrup, die sich an einen russischen Oligarchen verkaufen. Oder ob sie das (meist nasse) Wetter ihrer Heimat auf’s Korn nehmen („Woran erkenn man einen Sauerländer? Nun, die Wetterseite ist verschiefert. Sonst wären die ja alle moosig!“), die Reaktion der einheimischen Bevölkerung auf der Zuwanderung von Flüchtlingen hinterfragen, oder die (oft falsch eingeschätzte) sprichwörtliche Behäbigkeit der Westfälinnen und Westfalen karikieren. Immer ist der Witz versöhnlich, wenn auch oft deftig. Immer ist die Pointe politisch, aber herzlich verpackt. Kabarett aus Westfalen hat sicherlich neue Freunde gewonnen - bei Zugezogenen aus allen Teilen der Republik ( so sie denn den Weg in die Botschaft des Westens gefunden hatten).
 

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