Netzwerk Gender@International Bonn

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MCdS Franz-Josef Lersch-Mense Pressefoto
7. März 2017

Netzwerk Gender@International Bonn: Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit in unsicheren Zeiten

Gender@International Bonn

Das Netzwerk „Gender@International Bonn” wirbt seit zwei Jahren für Geschlechtergleichstellung als eigenständiges Ziel durch die Zusammenführung von Schlüsselakteuren des internationalen Bonn.

 

Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teilt mit:

Zum Internationalen Frauentag weist „Gender@International Bonn” als Netzwerk internationaler Organisationen am Standort Bonn auf die Notwendigkeit hin, die Errungenschaften auf dem Weg zu Geschlechtergerechtigkeit zu würdigen und gleichzeitig die zahllosen Herausforderungen anzugehen. Das Netzwerk wirbt seit zwei Jahren für Geschlechtergleichstellung als eigenständiges Ziel durch die Zusammenführung von Schlüsselakteuren des internationalen Bonn. Mitglieder des Netzwerks sind die Vereinten Nationen in Bonn, das Land Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Deutsche Welle, UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. und die Stadt Bonn.
 
„Die Vielfalt der Kompetenzen und Ressourcen der Netzwerkmitglieder von Gender@International Bonn ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. In verschiedensten Bereichen der Geschlechtergerechtigkeit werden diese Ressourcen bereits genutzt – so etwa bei der kritischen Auseinandersetzung mit dem Bild der Frauen in den Medien und den Karrierechancen für Frauen in der Medienbranche, wie es bei dem vom Land geförderten Projekt des Grimme-Instituts Medienfrauen NRW geschieht“, sagte Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei.
 
Die gerechte Teilhabe beider Geschlechter ist nicht nur ein fundamentales Menschenrecht, sondern auch Motor nachhaltiger Entwicklung. Auf dem Weg zu einem globalen Konsens zur Geschlechtergerechtigkeit wurden in den letzten Jahrzehnten signifikante Fortschritte erzielt: Eine Vielzahl internationaler, regionaler und lokaler Maßnahmen wirkt in öffentlichen Räumen, Entscheidungsstrukturen, Bildungssystemen und Arbeitsmärkten. Frauen jeden Alters erhalten besseren Zugang zu Bildung, die Anzahl an Frauen in Führungspositionen steigt.
 
Auf globaler Ebene unterstützt das Ziel 5 der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 die Bemühungen um eine Gleichberechtigung der Geschlechter. Zentrale Forderungen sind die Abschaffung aller Formen von Diskriminierung, das Vorgehen gegen Gewalt gegen Frauen, ein besserer Zugang zur Gesundheitsversorgung insbesondere in den Bereichen sexuell übertragbarer Krankheiten und Verhütung sowie bezahlte Beschäftigungsverhältnisse zu fairen Konditionen.
 
Die Umsetzung einer Politik der Geschlechtergerechtigkeit geht trotz der vielen Errungenschaften sehr langsam voran. Die Auswirkung des Klimawandels, von Populismus, Extremismus, wirtschaftlichen Krisen, von Gewalt und Konflikten schränken insbesondere die Möglichkeit von Frauen darin ein, ihr wirtschaftliches, soziales und politisches Potenzial zu entfalten.
 
Prinzip der gemeinsamen Arbeit ist „Empowerment“, die wirtschaftliche, soziale und politische Stärkung von Frauen und der Einsatz für größtmögliche Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Karin Nordmeyer, Vorsitzende von UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V., führt aus: „Das Jahr 2017 ist ein entscheidendes Jahr für die Gleichstellung und Stärkung von Frauen. Für den Weltfrauentag am 8. März und die 61. Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen (FRK) hat UN Women die wirtschaftliche Stärkung von Frauen in der sich verändernden Arbeitswelt als Schwerpunktthema gesetzt. Unsere Arbeitswelt verändert sich dramatisch. Die Digitalisierung, die Globalisierung, der Klimawandel, Menschen auf der Flucht, politische Unruhen, wirtschaftliche Rezessionen – all dies hat Einfluss auf die Arbeitswelt. Frauen sind in besonderem Ausmaß von diesem Wandel betroffen.
 
UN Women ist überzeugt, dass nachhaltiges Wachstum ohne die volle Einbeziehung und Beteiligung von Frauen nicht möglich ist. Es ist deshalb ein wichtiges Signal, dass auch die deutsche Bundeskanzlerin das Thema der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen auf die Agenda des G20-Gipfels gesetzt hat. Unter anderem soll das Gender Pay Gap bis zum Jahr 2025 um 25 Prozent verringert werden. Die Vision von UN Women ist es, die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter bis zum Jahr 2030 zu erreichen.“
 
„Bonn ist im November 2017 Ort der 23. Weltklimakonferenz“, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan. „Sie führt nicht nur die Mitgliedsstaaten der Klimakonvention, sondern eine Vielzahl von Akteuren aus aller Welt zusammen. Diese Gelegenheit möchte Gender@international Bonn nutzen, um in einem Side-Event auf die
Bedeutung und Potenziale von Frauen in der Bekämpfung des Klimawandels aufmerksam zu machen.“
 
Die Medien leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Informationen über Geschlechtergerechtigkeit und deren Bedeutung für die globale Nachhaltigkeitsagenda. DW-Programmdirektorin Gerda Meuer: „Beim deutschen Auslandssender zeigen die Journalistinnen und Journalisten Haltung: Wir informieren Zuschauer und Nutzer weltweit unabhängig, verlässlich und objektiv. Auf Themen von globaler Bedeutung wie die Nachhaltigen Entwicklungsziele aufmerksam zu machen, ist einer der Schwerpunkte unseres Programms und unserer Projekte zur Medienentwicklung.“
 
Gender@International Bonn ruft Frauen und Männer dazu auf, sich für Geschlechtergerechtigkeit zu engagieren und sich aktiv für die Weiterentwicklung von Frauenrechten weltweit und die Umsetzung von Ziel 5 der Agenda 2030 einzusetzen.
 
Ansprechpartner:

  • Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, Nina Heil, nina.heil@stk.nrw.de; 0211-837-1399.
  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Pressestelle, presse@giz.de; +49 (0)6196-794-4466.
  • Stadt Bonn, Markus Schmitz, presseamt@bonn.de; +49 (0) 228-772-464.
  • Deutsche Welle, Christoph Jumpelt, christoph.jumpelt@dw.com; +49 (0)228-429-2041

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