Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Unterzeichnung des Stalinschen Erlasses über die Deportation der Russlanddeutschen

Bild des Benutzers System
Gespeichert von System am 17. September 2011
17. September 2011

Ministerin Schwall-Düren und Staatssekretärin Kaykın: Die Geschichte der Russlanddeutschen ist auch unsere Geschichte / Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Unterzeichnung des Stalinschen Erlasses über die Deportation der Russlanddeutschen

Die Landesregierung hat mit einer Gedenkveranstaltung an die Deportation von rund 800.000 Russlanddeutschen nach Kasachstan und Sibirien im Jahr 1941 erinnert. „Die Geschichte der Deutschen aus Russland ist auch Teil unserer Geschichte. Und daraus erwächst auch unsere Verantwortung“, sagte Europaministerin Angelica Schwall-Düren.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilen mit:

Die Landesregierung hat mit einer Gedenkveranstaltung an die Deportation von rund 800.000 Russlanddeutschen nach Kasachstan und Sibirien im Jahr 1941 erinnert. „Die Geschichte der Deutschen aus Russland ist auch Teil unserer Geschichte. Und daraus erwächst auch unsere Verantwortung“, sagte Europaministerin Angelica Schwall-Düren. Für das gegenseitige Verstehen und Respektieren sei das Wissen um die Geschichte des anderen eine wichtige Basis. Anlass der Veranstaltung „Gegen das Vergessen“ war der 70. Jahrestag der Unterzeichnung des Stalinschen Erlasses über die Deportation der Russlanddeutschen.

Zülfiye Kaykın, Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales, ergänzte: „Mehr als 700.000 Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler haben in den letzten Jahrzehnten unser Nordrhein-Westfalen mit geprägt.“ Viele von ihnen seien Nachfahren der damals deportierten Russlanddeutschen. Kaykın ist auch Vorsitzende des Landesbeirates für Vertriebenen, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen und damit Schirmherrin der Gedenkveranstaltung im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus. „In vielen Gesprächen mit Zeitzeugen habe ich einen oft erschütternden Einblick in dieses dunkle Kapitel erhalten. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen, dass Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit geächtet werden müssen“, sagte Kaykın weiter.

Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, betonte die Potenziale durch Zweisprachigkeit und interkulturelle Kompetenz und ermunterte die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, „ihre sozialen, sprachlichen wie auch ökonomischen Fähigkeiten in die Gesellschaft einzubringen.“ Um wettbewerbsfähig und international erfolgreich zu sein, brauche die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen diese Fähigkeiten, so Schwall-Düren weiter.

Staatssekretärin Kaykın lobte „das große Engagement der Selbstorganisationen der Deutschen aus Russland, die als Brückenbauer für Integration sowohl in NRW als auch in einer immer globaler werdenden Welt agieren.“ Dies zeige sich auch an der langen Liste der Kooperationspartner der Veranstaltung: Der Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings und Spätaussiedlerfragen, die Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, der Bund der Vertriebenen, Landesgruppe NRW e.V., die Landesgruppe NRW der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und die Vereinigung zur Integration der russlanddeutschen Aussiedler e.V. (VIRA) sind dabei.

Der Stalinsche Erlass über die Deportation der Russlanddeutschen vom 28. August 1941 war eine Reaktion auf den Überfall des nationalsozialistischen Deutschland auf die Sowjetunion. Bis Ende 1941 wurden rund 800.000 Personen deutscher Herkunft aus dem europäischen Teil der Sowjetunion nach Kasachstan und Sibirien deportiert. Hunderttausende verloren ihr Leben.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118 oder die Pressestelle der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Telefon 0211 837-1399.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

KEINE ERGEBNISSE

Landesregierung

Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen zur Arbeit der nordrhein-westfälischen Landesregierung haben, Sie sich für bestimmte Themen interessieren oder Informationsmaterial suchen, dann sind Sie genau richtig bei Nordrhein-Westfalen direkt, dem ServiceCenter der Landesregierung!

Erreichbarkeit

Kontakt

Pressestelle

KEINE ERGEBNISSE

Information

Downloads

Tastatur mit Download-Zeichen
KEINE ERGEBNISSE

Links

Zum Thema

Information