Medienforum NRW: Studie gibt einen Überblick zum Fachkräftebedarf in der Medienbranche

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Gespeichert von System am 20. Juni 2012
20. Juni 2012

Medienforum NRW: Studie gibt einen Überblick zum Fachkräftebedarf in der Medienbranche

Welche Qualifikationen brauchen die Beschäftigten der Medienbranche in Nordrhein-Westfalen, welche Ausbildungswege, welchen Bedarf an Fachkräften gibt es? Diese Fragen klärt eine Kurz-Studie, die Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren im Rahmen der Initiative Digitales Medienland beim Medien Management Institut der Hochschule Fresenius in Köln in Auftrag gegeben hatte. Die Studie wurde heute auf dem Medienforum in Köln vorgestellt und steht ab sofort im Internet www.mbem.nrw.de/DigitalesMedienlandNRW zum Abruf.

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit:

Welche Qualifikationen brauchen die Beschäftigten der Medienbranche in Nordrhein-Westfalen, welche Ausbildungswege, welchen Bedarf an Fachkräften gibt es? Diese Fragen klärt eine Kurz-Studie, die Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren im Rahmen der Initiative Digitales Medienland beim Medien Management Institut der Hochschule Fresenius in Köln in Auftrag gegeben hatte. Die Studie wurde heute auf dem Medienforum in Köln vorgestellt und steht ab sofort im Internet www.mbem.nrw.de/DigitalesMedienlandNRW zum Abruf.

Ministerin Schwall-Düren: „Aus unseren Branchendialogen zur Medienqualifizierung wissen wir aus erster Hand, dass es immer schwieriger wird, den Bedarf an Fachkräften zu decken. Mit der Studie wollen wir diesem Trend auf den Grund gehen. Es zeigt sich, dass Stellen gerade in den digitalen Medien oft monatelang nicht besetzt werden können.“
Der Autor der Studie, Professor Dr. Werner Schwaderlapp: „Geschäftsmodelle im Internet entwickeln sich schneller, als man Curricula und Ausbildungsordnungen neu schreiben kann. Für Online-Kompetenzen muss in Studium und Berufsausbildung mehr Raum geschaffen werden, der praxisnah und aktuell ausgefüllt wird.“

Kernergebnisse der Studie:

• In Nordrhein-Westfalen gibt es 26 medienbezogene Ausbildungsberufe, die zwischen technisch-organisatorischen, gestalterisch-technischen und kaufmännisch-organisatorischen unterschieden werden können.

• Rund 200 medienbezogene Studiengänge können an den öffentlichen und privaten Hochschulen in Nordrhein-Westfalen studiert werden (Abschlüsse: Bachelor: 47 Prozent, Master: 45 Prozent, Sonstige: 8 Prozent)

• Die meisten medienbezogenen Studiengänge werden in Köln (43), Düsseldorf (28) und Dortmund (15) angeboten. Im Ruhrgebiet werden 40 medienbezogene Studiengänge offeriert.

• 72 Prozent der befragten Unternehmen bilden aus, 76 Prozent fördern die Weiterbildung.

• Die Unternehmen suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Erfahrungsstufen von Berufseinsteigerinnen und – einsteigern bis hin zu erfahrenen Fachkräften.
• 67 Prozent der Unternehmen, die erfahrene Fachkräfte gesucht haben, hatten Schwierigkeiten, die Stelle zu besetzen. Bei 22 Prozent konnten Kandidatinnen und Kandidaten mangels Qualifikation „häufig“ oder „eher häufig“ nicht gefunden werden.

•  Jeweils mehr als ein Viertel der Unternehmen suchte in den vergangenen zwölf Monaten Fachkräfte für die Aufgabenbereiche Marketing und Werbung, Design, Sales, Programmierung, Produktion, Redaktion und Online.

• Schwierigkeiten beim Besetzen der Stellen gab es (in abnehmender Rangfolge) bei Programmierung, Sales, ITK, Mobile, Management und Online.

• Als Fachkompetenzen wurden am häufigsten gefordert: Online-Nutzung und Kommunikation; Konzeption und konzeptionelles Arbeiten; Marketing und Kommunikation sowie Projektarbeit, Projektsteuerung und Projektmanagement.

•  Wichtiger werden in Zukunft: Online-Nutzung und -Kommunikation; Programmierung von Software und Internet; digitale Geschäftsmodelle; Crossmedia-Kompetenz, also die Fähigkeit, Inhalte des eigenen Mediums auch in anderen Medien wirtschaftlich erfolgreich auszuwerten.

Zur Optimierung der Aus- und Weiterbildung in Medienberufen wird empfohlen, vorhandene Ausbildungsberufe anzupassen, Kombinationen von Ausbildung und gleichzeitigem Studium („Duales Studium“) zu etablieren und vorhandene Weiterbildungsangebote für Berufstätige stärker zu nutzen.

Ministerin Schwall-Düren: „Vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels müssen Unternehmen, Verbände, Hochschulen, Kammern und Kommunen gemeinsam mit der Politik dafür Sorge tragen, dass wir in Nordrhein-Westfalen gute Bedingungen für die digitale Zukunft des Medienstandorts schaffen.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Telefon 0211 837-1399.

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