Europaminister Lersch-Mense besucht die „Europaaktiven Kommunen“ Kranenburg und Weeze

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22. Dezember 2016

Europaminister Lersch-Mense besucht die „Europaaktiven Kommunen“ Kranenburg und Weeze

Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense hat die europaaktiven Kommunen Kranenburg und Weeze besucht und sich in den beiden niederrheinischen Gemeinden über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit informiert. Kranenburg und Weeze hatten im September dieses Jahres die von der Ministerpräsidentin verliehene Auszeichnung „Europaaktive Kommune NRW 2016“ erhalten.

 

Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teilt mit:

Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense hat die europaaktiven Kommunen Kranenburg und Weeze besucht und sich in den beiden niederrheinischen Gemeinden über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit informiert. Kranenburg und Weeze hatten im September dieses Jahres die von der Ministerpräsidentin verliehene Auszeichnung „Europaaktive Kommune NRW 2016“ erhalten.
 
In Kranenburg standen ein Gespräch mit Schülerinnen und Schülern sowie den Schulleitungen der bilingualen Grundschule und der bilingualen Realschule sowie der Besuch der Draisinenstation auf dem Programm. In Weeze trug sich Minister Lersch-Mense im Rathaus in das Goldene Buch ein und besuchte die Kriegsgräberstätte sowie das Royal Airforce Museum Laarbruch.
 
Gemeinsam mit Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins bestritt der Minister einen Teil des Schulunterrichts in der bilingualen Realschule in Kranenburg. Von der Frage, wie ein Arbeitstag eines Ministers ablaufe, über Ausbildungsmöglichkeiten in Europa bis hin zum Brexit diskutierten der Minister und der Bürgermeister mit den jungen Leuten. Minister Lersch-Mense: „Hier vor Ort an der deutsch-niederländischen Grenze wird der europäische Gedanke konkret. Hier erlebt man, dass Grenzen nicht nur trennen, sondern verbinden können. Junge Menschen wachsen ganz selbstverständlich im heutigen vereinten Europa auf. Sie genießen die Chancen, die dieses Europa ihnen bietet, angefangen von den für sie selbstverständlichen Grenzübertritten bei Reisen, der Zahlung mit der Einheitswährung Euro, sinkenden Roaming-Gebühren im Smartphone-Tarif bis hin zur Nutzung des Erasmus-Programms. In Kranenburg wachsen sie zudem zweisprachig auf und haben so einen echten Startvorteil ins Berufsleben.“
 
Bürgermeister Günter Steins: „Die auf allen Ebenen anzutreffenden grenzüberschreitenden Kontakte konnten sich nur auf der Grundlage der  Zusammenarbeit der Staaten innerhalb der Europäischen Union so gut entwickeln. Die gemeinsamen Projekte und der kulturelle Austausch zeigen, dass die grenzüberschreitende Verständigung täglich gelebt wird und zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Für die Bevölkerung in der Gemeinde Kranenburg sind der freie Warenverkehr, der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt, die Zweisprachigkeit und die gemeinsame Währung eine erhebliche Bereicherung im täglichen Leben miteinander. In Zeiten, in denen der europäische Gedanke durch postfaktische Sprüche relativiert wird, sollten wir der Öffentlichkeit die bei weitem überwiegenden Vorteile der Europäischen Union bei jeder sich bietenden Gelegenheit bewusst machen. Der Wegfall der Grenzen ist in unserer Grenzgemeinde zur Lebensgrundlage geworden, denn die Gemeinde Kranenburg befindet sich mitten in Europa.“
 
In Weeze besuchte Minister Lersch-Mense nach dem Eintrag ins Goldene Buch gemeinsam mit Bürgermeister Ulrich Francken sowie dessen niederländischer Amtskollegin Manon Pelzer aus Bergen (NL) die Kriegsgräberstätte. Noch in den letzten Kriegstagen war Weeze, wie der ganze untere Niederrhein, hart umkämpft. „Wir müssen uns immer wieder klar machen, dass Frieden wie in der Geschichte auch in der Gegenwart immer gefährdet und nie selbstverständlich ist. Europa ist mehr als ein Wirtschaftsverbund, es ist vor allem ein Bund unter Völkern zum Erhalt des Friedens“, mahnte Minister Lersch-Mense.
 
Bürgermeister Ulrich Francken: „Europa wird an den Grenzen erlebt und gelebt. Als Europaaktive Kommune sehen wir uns in unserem guten nachbarschaftlichen Vorgehen bestätigt und verpflichtet, Europa voran zu bringen. Im 25. Jahr des Vertrages von Maastricht sind Freiheit und Frieden die wesentlichen Errungenschaften der europäischen Bewegung. Europa ist aber in Gefahr. Wir müssen alles unternehmen, für Solidarität und diese Gemeinschaft, für ein starkes Europa einzutreten. Wir danken Minister Lersch-Mense und dem Land NRW für ihr europapolitisches Engagement."
 
Bürgermeisterin Manon Pelzer: „Die Gemeinde Bergen hat mit der Gemeinde Weeze einen Partner gefunden, mit dem man gut zusammenarbeiten kann. Wir sind beide davon überzeugt, dass Grenzen einen historischen Hintergrund haben, den es zu überwinden gilt. Die Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen - Respekt füreinander, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen und zu verwirklichen.“
 
Mit der Auszeichnung „Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen“ werden seit 2013 Städte und Gemeinden von der Ministerpräsidentin geehrt, die sich in besonderer Weise um den europäischen Gedanken verdient gemacht haben. Mittlerweile dürfen sich 41 Städte und Gemeinden „Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen“ nennen. Die fünf in diesem Jahr neu ausgezeichneten Kommunen sind: Düsseldorf, Kranenburg, Südlohn, Weeze und Werne.
 
Bei dem Besuch in Kranenburg und Weeze informierte sich Minister Lersch-Mense vor Ort auch über das Förderprogramm „Gute Schule 2020“. Mit dem Programm des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW.BANK wird die Sanierung, Modernisierung und der Ausbau kommunaler Schulinfrastruktur in NRW gefördert. Über vier Jahre von 2017 bis 2020 werden NRW-weit jeweils 500 Millionen Euro, insgesamt zwei Milliarden Euro, bereitgestellt. Die Gesamtlaufzeit der Kredite beträgt 20 Jahre, wobei das erste Jahr tilgungsfrei bleibt. Das Land wird in der folgenden Zeit für die Kommunen alle Zins- und Tilgungsleistungen übernehmen. Kranenburg erhält aus dem Programm 687.000 Euro, Weeze 546.000 Euro.
 
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministers für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei, Telefon 0211 837-1399.
 

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