„Europa Erlesen“: Klaus Michael Bogdal stellt sein Buch „Europa erfindet die Zigeuner“ vor

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2. Juli 2013

„Europa Erlesen“: Klaus Michael Bogdal stellt sein Buch „Europa erfindet die Zigeuner“ vor

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa Erlesen“ hat der Autor Klaus Michael Bogdal sein Buch „Europa erfindet die Zigeuner“ im Düsseldorfer Stadttor vorgestellt, für das er 2013 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung erhielt. Bogdal ist Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. Sein Buch zeigt im europäischen Vergleich, wie sich jahrhunderte alter Hass in einem Spannungsverhältnis von Faszination und Verachtung bis heute halten konnte. Der Autor weist in dieser spannend und anschaulich erzählten Geschichte nach, wie die Europäer stets die größtmögliche Distanz suchten zum verachteten Volk der „Zigeuner“ am unteren Ende der Gesellschaftsskala.

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit:

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa Erlesen“ hat der Autor Klaus Michael Bogdal sein Buch „Europa erfindet die Zigeuner“ im Düsseldorfer Stadttor vorgestellt, für das er 2013 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung erhielt.

Bogdal ist Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. Sein Buch zeigt im europäischen Vergleich, wie sich jahrhunderte alter Hass in einem Spannungsverhältnis von Faszination und Verachtung bis heute halten konnte. Der Autor weist in dieser spannend und anschaulich erzählten Geschichte nach, wie die Europäer stets die größtmögliche Distanz suchten zum verachteten Volk der „Zigeuner“ am unteren Ende der Gesellschaftsskala. Keine der unterschiedlichen Gesellschafts- und Machtordnungen, in denen sie lebten, ließ und lässt ihre endgültige Ankunft in Europa zu. Ohne einen schützenden Ort sind sie seit ihrer Einwanderung vor 600 Jahren ständigen Verfolgungen und Ausgrenzungen ausgesetzt: in den Imaginationen der Kunst und in der politischen Realität.

Der Vortrag des Autors wechselte sich ab mit der Lesung der im Buch analysierten literarischen Texte durch den Schauspieler Bernt Hahn. Im anschließenden Gespräch ging Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren auf die europapolitischen Fragestellungen ein. Ministerin Schwall-Düren: „Dieses Buch richtet zu Recht das Augenmerk auf die leidvolle Geschichte eines in Europa immer noch ausgegrenzten Volkes. Denn die Zukunftsfähigkeit unseres europäischen Gesellschaftsmodells wird gerade daran zu messen sein, wie wir mit den schwächsten und am stärksten diskriminierten Gruppen auf unserem Kontinent umgehen, und die Roma gehören zweifellos dazu.“

Die Veranstaltung „Europa Erlesen – Europäische Autoren lesen im Stadttor“ findet in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro NRW e.V. statt und verdeutlicht die Bedeutung der kulturellen Vielfalt für das Zusammenwachsen Europas. Bisher zu Gast waren unter anderen Marica Bodrožić (Kroatien/Deutschland), Juri Andruchowytsch (Ukraine), Pascale Hugues (Frankreich), Janne Teller (Dänemark), Margriet de Moor (Niederlande), Adolf Muschg (Schweiz), Lars Gustafsson (Schweden), Herta Müller (Deutschland) und Artur Becker (Polen/Deutschland).

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Telefon 0211 837-1399.

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