Europa erlesen: Der portugiesische Schriftsteller Miguel Szymanski liest im Düsseldorfer Stadttor

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29. November 2016

Europa erlesen: Der portugiesische Schriftsteller Miguel Szymanski liest im Düsseldorfer Stadttor

Eine literarische Reise durch Europa

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa erlesen“ hat der deutsch-portugiesische Schriftsteller Miguel Szymanski seinen Roman „Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend“ im Düsseldorfer Stadttor vorgestellt. In dem Buch schildert der Autor die extremen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Portugal, die unmittelbar auch mit seiner eigenen Biographie verknüpft sind.

 

Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teilt mit:

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa erlesen“ hat der deutsch-portugiesische Schriftsteller Miguel Szymanski seinen Roman „Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend“ im Düsseldorfer Stadttor vorgestellt. In dem Buch schildert der Autor die extremen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Portugal, die unmittelbar auch mit seiner eigenen Biographie verknüpft sind.
 
Miguel Szymanski, 1966 in Portugal geboren, nennt sich selbst „katalanischer Deutschportugiese“. In den 1970er Jahren zog er mit seinen Eltern nach Deutschland ins Ruhrgebiet und verbrachte dort einen Großteil seiner Kindheit. In den 1990er Jahren zog er wieder zurück nach Lissabon. Von dort aus war er erfolgreich als Journalist u.a. für die Wirtschaftszeitung Económico, die Wochenzeitung Expresso, das Lifestyle-Magazin GQ sowie als Korrespondent für den ORF und weitere deutschsprachige Sender tätig. 2013 sah er sich gezwungen, gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern Portugal in Richtung Deutschland zu verlassen, um wie viele weitere Auswanderer der Arbeitslosigkeit zu entfliehen, die durch die Wirtschafts- und Bankenkrise, Sparmaßnahmen und die schlechte Konjunktur über Portugal hereinbrach. Heute arbeitet Szymanski wieder als Journalist und schreibt u.a. für die Zeitungen taz und der Freitag.
 
In seinem 2014 erschienenen Buch, „Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend“, setzt sich Miguel Szymanski mit den sozialen Folgen der Wirtschafts- und Währungskrise auseinander und thematisiert dabei Verständigungshürden und Vorurteile zwischen Deutschland und Südeuropa. Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense sagte bei der Veranstaltung: „Miguel Szymanski bereichert unsere Veranstaltungsreihe ‚Europa erlesen‘ durch seine ehrlichen und kritischen Töne zur Wirtschaftskrise und zugleich durch seine wichtige Vermittlerrolle zwischen zwei Kulturen.“
 
Die Veranstaltung „Europa Erlesen – Europäische Autoren lesen im Stadttor“ findet in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro NRW e.V. statt und verdeutlicht die Bedeutung der kulturellen Vielfalt für das Zusammenwachsen Europas. Bisher zu Gast waren unter anderen Michal Hvorecky (Slowakei), Gila Lustiger (Frankreich), Alfred van Cleef (Niederlande), Alida Bremer (Kroatien), Dante Andrea Franzetti (Schweiz), Ilma Rakusa (Schweiz/Slowakei), Aris Fioretos (Schweden), Robert Menasse (Österreich), Lindita Arapi (Albanien/Deutschland), Klaus-Michael Bogdal (Deutschland), Marica Bodrožić (Kroatien/Deutschland), Juri Andruchowytsch (Ukraine), Pascale Hugues (Frankreich), Janne Teller (Dänemark), Margriet de Moor (Niederlande), Adolf Muschg (Schweiz), Lars Gustafsson (Schweden), Herta Müller (Deutschland) und Artur Becker (Polen/Deutschland).
 
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministers für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei, Telefon 0211 837-1399.

 

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