3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik 2012

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30. Januar 2012

3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik 2012 / Globale Lebensstile – Neue Wege für die Entwicklungspolitik / Am 30. und 31. Januar 2012 im World Conference Center Bonn

Rund 850 Gäste aus dem In- und Ausland sind auf der 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik zusammengekommen, um über die Bedeutung globaler Lebensstile für die Entwicklungspolitik zu diskutieren. An der Bonner Konferenz sind in diesem Jahr zum ersten Mal auch mehr als 30 entwicklungspolitische Institutionen und Organisationen mit Workshops und Informationsständen aktiv beteiligt, die Teilnehmerzahl übersteigt die Erwartungen bei weitem.

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit:

Rund 850 Gäste aus dem In- und Ausland sind auf der 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik zusammengekommen, um über die Bedeutung globaler Lebensstile für die Entwicklungspolitik zu diskutieren. An der Bonner Konferenz sind in diesem Jahr zum ersten Mal auch mehr als 30 entwicklungspolitische Institutionen und Organisationen mit Workshops und Informationsständen aktiv beteiligt, die Teilnehmerzahl übersteigt die Erwartungen bei weitem.

In ihrer Eröffnungsrede sagte die für die Eine-Welt-Politik der Landesregierung verantwortliche Ministerin Angelica Schwall-Düren: „Das Konferenzthema trifft den Nerv der Zeit. Milliarden neuer Konsumenten in den Entwicklungs- und Schwellenländern wollen leben und konsumieren, wie wir es ihnen vormachen. Das wollen und können wir ihnen nicht verwehren. Die große Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft besteht darin, die Verbesserung der Lebensumstände für alle ökologisch, sozial und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.

Es kann am Ende nur gemeinsame Lösungen geben, die auch uns in den reichen Ländern die Bereitschaft zur Veränderung abverlangen. Unsere Konsummuster sind ein Teil des Problems und sie können auch ein Teil der Lösung sein.

Auf der Bonner Konferenz kommen Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Dabei können wir auch aus anderen Kulturen lernen - zum Beispiel aus Lateinamerika, dass ‚gutes Leben’ nicht unbedingt etwas mit dem monatlichen Umsatz der Kreditkarte zu tun hat.“

Als Gastgeberin der Konferenz sei sie stolz, dass die Bonner Konferenz den Rahmen für einen internationalen entwicklungspolitischen Diskurs auf hohem Niveau und vor großem Publikum biete. Zugleich sei die Konferenz ein wichtiger Baustein in der Profilierung Bonns als internationaler Standort der Entwicklungszusammenarbeit. Die Ministerin wird im Rahmen der Konferenz auch die Kernelemente der neuen Eine-Welt-Strategie der Landesregierung vorstellen und mit den Experten diskutieren. Die Strategie wird den Rahmen der Eine-Welt Politik Nordrhein-Westfalens definieren.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung steht die Botschaft, dass Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit untrennbar miteinander verbunden sind und dass Lebensstile und Konsummuster dabei eine Schlüsselrolle spielen. Dieses Signal will die Tagung auch für die Weltnachhaltigkeitskonferenz in Rio de Janeiro (Rio+20) geben. Dazu ist Brice Lalonde, der Exekutiv-Koordinator der Vereinten Nationen für den Rio+20 - Prozess auf der Konferenz zu Gast. Ein Anliegen des ehemaligen französischen Umweltministers ist es, dass die Nationen auf dem Gipfel im Juni dieses Jahres klare Vereinbarungen zur Fortschreibung der Millenniumsziele treffen.

Doch die Millenniumsziele allein reichen nicht aus, um die Probleme in den Entwicklungsländern zu lösen. Das hat Friedensnobelpreisträger Mohan Munasinghe aus Sri Lanka auf der 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik einmal mehr deutlich gemacht. Seiner Meinung nach können sich die Länder des Südens nur weiter entwickeln, wenn die Bewohner der reichen Industrieländer mehr Verantwortung übernehmen und ihr Konsumverhalten ändern. Nur so würden die zunehmende Armut und das Fortschreiten des Klimawandels verhindert.

Auf dem Erdgipfel Rio+20 will sich der renommierte Klimawissenschaftler deshalb dafür einsetzen, dass globale Konsumziele als Ergänzung zu den Millenniumsentwicklungszielen der Vereinten Nationen verabschiedet werden.

Weitere Gäste der 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik sind:

Die Inderin Vandana Shiva, eine weltweit profilierte Kritikerin traditioneller Entwicklungshilfe. Sie stellt in Frage, dass steigender Konsum und Wachstum eine erfolgreiche Strategie zur Bekämpfung von Hunger und Armut sein kann.

Joachim von Braun, Direktor am Zentrum für Entwicklungsforschung in Bonn. Der Agrarökonom spricht zum Thema Ernährungssicherheit.

Stephan Opitz, bei der KfW-Entwicklungsbank für Grundsatzfragen zuständig, diskutiert zum Thema Wachstum und Green Economy.

Fanny Demassieux vom United Nations Environment Programme (UNEP) der Vereinten Nationen bringt den Zusammenhang von Konsum und Entwicklungspolitik auf den Punkt.

Yoke Ling Chee, Malaysia, leitet das Third World Network und fordert aus der Sicht des Südens eine konsequentere Nachhaltigkeitspolitik der reichen Länder.

Das aktuelle Programm und weitere Informationen zur Konferenz sowie Fotomaterial stehen im Internet unter www.bonn-conference.nrw.de zum Download bereit.

Die 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik wird von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Bundesstadt Bonn, dem UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und dem Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), sowie mit Unterstützung des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft e.V. und der Deutschen Welle (DW) durchgeführt.

Die Konferenz wird - dem Thema entsprechend - nach den Prinzipien eines nachhaltigen Veranstaltungsmanagements durchgeführt. So wird beim Catering auf Fisch und Fleisch verzichtet, der Papierverbrauch auf das Nötigste reduziert und ein Ausgleich für die durch die Konferenz verursachten CO2-Emissionen geleistet.

Pressekontakt:
Heidi Müller
Tel.: +49(0)211 837-1217
Fax: +49(0)211 837-1612
E-Mail: Heidi.Mueller@stk.nrw.de

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