Ordensdinner zum Internationalen Frauentag 2017

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07.03.2017 Ordensdinner zum Internationalen Frauentag 2017
7. März 2017

Ordensdinner zum Internationalen Frauentag 2017

Festliches Abendessen in der Botschaft des Westens

Als Zeichen besonderer Wertschätzung wurden die Ordenskandidatinnen aus Nordrhein-Westfalen zusammen mit ihren Begleitungen am Vorabend der Verleihung zu einem festlichen Abendessen in die nordrhein-westfälische Landesvertretung in Berlin eingeladen.

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In seiner letzten Ordensveranstaltung hat Bundespräsident Joachim Gauck anlässlich des „Internationalen Frauentages 2017“ am 8. März 2017 im Schloss Bellevue 16 verdiente Frauen aus ganz Deutschland mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Aus Nordrhein-Westfalen waren Nazan Eckes, Mathilde Höhlein, Ruziye Malkus und Christiane Pfitzner dabei.

Als Zeichen besonderer Wertschätzung wurden die Ordenskandidatinnen aus Nordrhein-Westfalen zusammen mit ihren Begleitungen am Vorabend der Verleihung zu einem festlichen Abendessen in die „Botschaft des Westens“, der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Berlin, eingeladen. Der stellvertretende Leiter der Landesvertretung Gerhard Sauer dankte Frau Höhlein, Frau Malkus und Frau Pfitzner für ihr herausragendes Engagement. Frau Eckes hatte aus terminlichen Gründen nicht an dem Abendessen teilnehmen können.

Mathilde Höhlein engagiert sich seit 1987 im Presbyterium der Evangelischen Kir-chengemeinde Leuscheid und betreut seither Kinder in prekären familiären Situationen. Seit mehr als 25 Jahren ist sie in der Flüchtlingshilfe aktiv und hilft sie Übersiedlern, Flüchtlingen und Asylsuchenden bei der Suche nach Wohnungen und Arbeitsstellen, organisiert Kinderbetreuung, unterstützt bei amtlichen Formalitäten. Außerdem nimmt sie auch zeitweise Flüchtlinge in ihrem Haus auf. Ihr Zuhause wurde eine Art „Kontakt-Börse“, wo Spenden abgegeben und weitervermittelt werden. Sie hat stets ein „offenes Haus“ für Menschen in Not. Seit mehr als 15 Jahren veranstaltet sie an Heiligabend die Weihnachtsfeier „Weihnachten nicht allein“ für Menschen aller Nationalitäten und Religionen. 2002 war sie Gründungsmitglied des „Hospizdienstes Windeck-Eitorf“. Seither besucht, betreut und begleitet sie alte und sterbende Menschen. Nach einer Ausbildung zur Trauerbegleiterin im Jahr 2006 leitet sie zweimal monatlich das „Gesprächs-Café“ für trauernde Hinterbliebene.

Ruziye Malkus aus Castrop-Rauxel kam 1979 aus der Türkei nach Deutschland. Als gelernte Schneiderin gab sie Anfang der 1980er Jahre Nähkurse für türkische Migrantinnen und Migranten. 1998 gründete sie den „Internationalen Bildungs- und Kulturverein für Frauen in Castrop-Rauxel e.V.“, den sie seither leitet. Der Verein bietet vor allem Frauen Hilfe in sozialen, familiären und gesellschaftlichen Problemlagen. Aufgrund der gestiegenen Flüchtlingszahlen nehmen aktuell immer mehr Frauen vieler verschiedener Nationalitäten an den Projekten des Vereins teil. Auch die Helferinnen des Vereins stammen aus unterschiedlichen Ländern. Die Angebote des Vereins umfassen beispielsweise Hausaufgabenbetreuung, Kindertheatergruppe, Hilfe bei Behördengängen, Sport und Tanzkurse für Kinder, Jugendliche und Frauen, Deutschkurse, Interkulturelles Kochen und vieles mehr. Frau Malkus rief das Projekt „Aus alt mach neu“ ins Leben, bei dem gebrauchte Kleidungsstücke auf- oder umgearbeitet werden. Neben der Integration steht hier auch der Gedanke der Nachhaltigkeit im Fokus. Bei vielen soziokulturellen Veranstaltungen ist Frau Malkus engagiert – beispielsweise bei der Ausstellung „40 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen“, bei der Veranstaltung „Die Welt der Musik im Orient“ sowie bei der Ausstellung zum Thema „Kopftuch – Glaube oder Accessoire“.

Christiane Pfitzner aus Bielefeld ist seit 1991 Vorstandsmitglied und seit 2001 Vorsitzende des Vereins „Theater- und Konzertfreunde Bielefeld e.V.“ (Theko), der mittlerweile rund 1300 Mitglieder hat. Seither prägt sie das kulturelle Leben der Stadt Bielefeld maßgeblich mit. Beispielsweise organisiert sie jedes Jahr den „Festlichen Auftakt“ der städtischen Theater- und Konzertsaison. Für das jährliche Programm der Theko wählt sie ein Motto aus, um die kulturellen Veranstaltungen der Saison in Bielefeld zu begleiten. An der Universität Bielefeld leitete sie eine Arbeitsgruppe, die für Studienanfänger ein Kulturcheckheft konzipierte. Seit der Gründung der „Theaterstiftung Bielefeld“ im Jahr 2001 gehört sie dem Kuratorium an, seit 2009 hat sie den Vorsitz inne. Maßgeblich begleitete und gestaltete sie den Umbau des Stadttheaters mit und sorgte dafür, dass der laufende Betrieb während der Bauarbeiten in der Oetker-Halle aufrechterhalten wurde. Für das überregionale Projekt der „Biennale Ostwestfalen-Lippe“ im Jahr 2009 war sie Ideengeberin. Den 2010 gegründeten Verein „OWL Biennale e.V.“ (später umbenannt in „OWL-land.schafft.kultur e.V.“) leitet sie ebenfalls. Alle zwei Jahre organisiert sie in dieser Funktion diese Kulturveranstaltung von überregionaler Bedeutung. Frau Pfitzner ist außerdem Vorsitzende des Kuratoriums des Knabenchors Gütersloh.

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