Hauts-de-France: Nord Pas de Calais – Picardie

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Gespeichert von Nina Heil am 27. Februar 2015

Hauts-de-France: Nord Pas de Calais – Picardie

Partnerregion in Frankeich

Mit der französischen Region Nord-Pas de Calais ist Nordrhein-Westfalen seit vielen Jahren eng verbunden, bereits 2004 wurde ein gemeinsames Arbeitsprogramm vereinbart. Besonders die Aktivitäten zum 50. Jubiläum des deutsch-französischen Elysée-Vertrages von 1963 haben zur Intensivierung der Kontakte zwischen Nord-Pas de Calais und Nordrhein-Westfalen beigetragen. Im Zuge der Territorialreform unter Staatspräsident François Hollande wurde die Region Nord-Pas de Calais mit der Picardie zu Beginn des Jahres 2016 unter dem Namen Hauts-de-France: Nord Pas de Calais – Picardie zusammengelegt.

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Territorialreform: Fusionierung der Partnerregion

Zum 01. Januar 2016 wurden durch Fusionierungen aus 22 französischen Regionen insgesamt 13 neue Regionen gebildet. Darunter auch die NRW-Partnerregion Nord- Pas de Calais, die mit der Picardie unter dem Namen Hauts-de-France zusammengefasst wurde. Der Name Hauts-de-France wurde am 14. März 2016 vom neu gewählten Regionalparlament beschlossen. In der konstituierenden Sitzung des neuen Regionalrats Nord Pas de Calais – Picardie am 4. Januar 2016 wurde Xavier Bertrand zum neuen Präsidenten der Region gewählt.

Zusammenarbeit zwischen NRW und der Partnerregion

Die Verbundenheit hat vor allem historische Gründe aus den gemeinsamen Erfahrungen als Montanregion. Denn die damalige Region Nord-Pas de Calais mit rund 4 Millionen Einwohnern war einst vom Bergbau geprägt und ist weiterhin ein stark industrialisiertes Kulturland.
 
Aufgrund der hervorragenden Infrastruktur in Nord-Pas de Calais gelang es nach Ende des Bergbaus, neue Industrien anzusiedeln. So haben Toyota, Peugeot, Renault und Citroen Standorte in der Region errichtet, wodurch sich viele Zulieferer in der Region niedergelassen haben. Neben der Automobilindustrie sind die Lebensmittel- und die metallverarbeitende Industrie weitere wichtige Arbeitgeber, ebenso der Versandhandel und der Dienstleistungssektor.
 
Aufbauend auf den historisch engen Bindungen, dem Arbeitsprogramm von 2004 und dem Jubiläum „50 Jahre Elysée-Vertrag“ mit der Betonung der Bedeutung der Deutsch-Französischen Freundschaft haben Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Daniel Percheron, damaliger Präsident des Regionalrats Nord-Pas de Calais, in Düsseldorf am 17. Januar 2014 die „Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit und den Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Region Nord-Pas de Calais“ unterzeichnet. 
 
Die gemeinsame Erklärung legt die Politikfelder der engeren Zusammenarbeit für drei Jahre fest: Bildung, Energie, wirtschaftliche Entwicklung, Innovation, Wissenschaft und Forschung, Kultur und gemeinsames industrielles Erbe. Auch die Sprachausbildung, die interkulturelle Erziehung und Mobilität junger Menschen werden gefördert. Der neue Regionalratspräsident der Region Hauts-de-France, Xavier Bertrand, hat der Weiterführung und Vertiefung der Partnerschaft zugestimmt.
 
Im Bildungsbereich ist die Zusammenarbeit besonders intensiv. Die Zahl der Schulpartnerschaften beläuft sich auf ca. 95 und über eine besondere Kooperationsvereinbarung des nordrhein-westfälischen Schulministeriums mit der Académie Lille werden Schülerinnen und Schülern ab der Klasse 9 über Betriebspraktika Einblicke in die Arbeits- und Berufswelt im Partnerland ermöglicht. Das Deutsch-Französische Jugendwerk unterstützt bei der Organisation und Finanzierung der Austausch-Maßnahmen.
 
Beide Regionen verfolgen ähnliche Ziele zur Energieversorgung mit erneuerbaren Energien, Innovation, Klimaschutz und industrieller Erneuerung. Der Erfahrungsaustausch zum Klimaschutz und zum Einsatz erneuerbarer Energien mit dem Ziel gemeinsamer Projekte ist Teil der Umsetzung der neuen Gemeinsamen Erklärung.

 
Im Rahmen der Zusammenarbeit Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas de Calais und Schlesien (Regionales Weimarer Dreieck) nennt die Gemeinsame Erklärung (Unterzeichnung 22. August 2014) folgende Kooperationsbereiche:

  • wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und kultureller Strukturwandel der Gebiete
  • Mobilität der Jugendlichen
  • sowie regionale Kulturprojekte.

Auch diese Zusammenarbeit wird mit Hauts-de-France: Nord Pas de Calais – Picardie fortgeführt.
 

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