Langer Tag der Region 2015 – regionaler Auftakt der KlimaExpo.NRW

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Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren
21. Juni 2015

Langer Tag der Region 2015 – regionaler Auftakt der KlimaExpo.NRW

KlimaExpo.NRW

Rede von Frau Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren im Rahmen der Veranstaltung „Langer Tag der Region 2015 – regionaler Auftakt der KlimaExpo.NRW“ am 21.06.2015 in Bonn

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- es gilt das gesprochene Wort -
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Sie hier in Bonn im World Conference Center zum „Langen Tag der Region 2015“ begrüßen zu dürfen.

Ich überbringe Ihnen herzliche Grüße von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die heute sehr gerne persönlich nach Bonn gekommen wäre. Nicht nur, um mit Ihnen gemeinsam den langen Tag der Region zu feiern, sondern auch um sich das WCCB anzusehen. Und natürlich weil Sie sich mit dem Thema Klimaschutz am Puls der Zeit befinden.

Die Region Köln/Bonn hat diesen „Langen Tag“ ja unter das Leitthema Klimaschutz gestellt. Klimaschutz und Energiewende finden vor Ort, in den Städten und Dörfern unseres Landes, auf den Dächern und in den Heizungskellern, in den Produktionshallen unserer Unternehmen, auf den Straßen und an der Ladentheke statt – also in allen Lebensbereichen. Ohne engagierte Menschen ist ein Erfolg für Klimaschutz und Energiewende nicht denkbar.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt dieses Engagement konkret mit Beratungs- und Förderinstrumenten. Wir haben zum Beispiel über die Energie. Agentur und die Effizienzagentur ein ganzes Paket geschnürt, auf das Sie, meine Damen und Herren, sowohl als Privatperson als auch als Unternehmen oder als Verein zugreifen können.

Klimaschutz und Energiewende in NRW

In Nordrhein-Westfalen gehen wir – gerade weil wir das Industrie- und Energieland sind – beim Klimaschutz und der Energiewende in Deutschland voran. Wir liegen deutschlandweit beim Treibhausgas-Ausstoß vorne – leider. Darin liegt unsere besondere klimapolitische Verantwortung, aber darin liegen auch enorme Chancen für unser Land.

Als einziges Land haben wir eigene ambitionierte Ziele in einem Klimaschutzgesetz beschlossen: Im Jahr 2050 soll der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung 80 Prozent betragen, bis 2020 wollen wir mehr als 25 Prozent des erzeugten Stroms durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen. Und ganz aktuell haben wir einen Klimaschutzplan auf den Weg gebracht.

Im Klimaschutzplan werden Strategien zu definierten Handlungsfeldern und rund 200 Einzelmaßnahmen mit mittel- und langfristiger Orientierung aufgezeigt, mit denen die Ziele des Klimaschutzgesetzes erreicht werden können. Eine große Bedeutung kommt Maßnahmen zu, die auch zur Umsetzung der Energiewende notwendig sind, wie der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dabei ist uns als Industrieland die Bedeutung der Versorgungssicherheit beim Umbau der Energieversorgung sehr bewusst. Gerade die aktuelle Diskussion zum Strommarktdesign und zum sogenannten „Klimabeitrag“ macht die Komplexität des Themas sehr deutlich.

Um die Menschen in den Regionen für die übergeordneten energie- und klimapolitischen Ziele zu gewinnen, bedarf es einer umfassenden Kommunikation und großer Transparenz. Diesen Aspekt hat die Landesregierung bei der Erstellung des Klimaschutzplans sehr ernst genommen und einen umfangreichen Dialog- und Beteiligungsprozess initiiert, an dem sich rund 400 Vertrete-rinnen und Vertreter aus allen Bereichen der Gesellschaft über viele Monate beteiligt haben. In Arbeitskreisen und Workshops wurden Ideen und Konzepte für einen ambitionierten Klimaschutz und zur Bewältigung der Klimafolgenanpassung eingebracht. Daran haben auch viele Bürgerinnen und Bürger der Region Köln/Bonn mitgearbeitet. Ihnen möchte ich heute besonders herzlich danken.

Der Klimaschutzplan NRW ist eine tragende Säule der nordrhein-westfälischen Klimapolitik. Mit seinen 152 Klimaschutzmaßnahmen und weiteren 70 Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung stellt er die Roadmap für den nordrhein-westfälischen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele dar.

Industrie und Klimaschutz im Energieland NRW

Klimaschutz und Energiewende bedeuten in Nordrhein-Westfalen, dass man sich stets in einem gesellschaftspolitischen Spannungsfeld zu wirtschaftspolitischen Erfordernissen bewegt. Gerade diese „Spannung“ wollen wir als Landesregierung aktiv für unser Land nutzen, um Innovationskraft und Kreativität in den Köpfen der Menschen, in Unternehmen und Forschungseinrichtungen freizusetzen. Denn Energiewende und Klimaschutz sind Fortschrittsmotoren, die zum Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts und so zum Erhalt zukunftsfähiger Arbeitsplätze beitragen.

Die Energiewende muss als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden. Nur durch eine enge Kooperation und die Mitwirkung aller Beteiligten kann sie gelingen. In Nordrhein-Westfalen setzen wir deshalb auch hier auf eine Kultur des Miteinanders. Unternehmen, Bürger und die Politik müssen an einem Strang ziehen!

Als Landesregierung haben wir ein großes Interesse daran, Industrieunternehmen als innovative und verlässliche Arbeitgeber im Land zu halten. Unser Wirtschaftsstandort profitiert enorm vom Erhalt einer vollständigen Wertschöpfungskette. Deutschland hat die Finanzkrise bislang so gut bewältigt, weil die Wirtschaft ausgewogene und stabile Rahmenbedingungen vorfindet. Gleichzeitig nutzen die Unternehmen die Chancen von Klimaschutz und Energiewende bereits heute aktiv. Gerade die traditionellen Chemie-, Stahl- und Aluminiumkonzerne haben neue Geschäftsfelder entwickelt und produzieren in hocheffizienten und klimaschonenden Prozessen die Grundstoffe der Energiewende: Neue Dämmstoffe zur Fassadensanierung, extrem leichte Metallverbindungen z.B. zur Treibstoffreduktion im Fahrzeugbau oder neue Antriebstechnologien.

Diese Erfolge gilt es zu sichern und den Menschen so zu kommunizieren, dass sie zur Steigerung der Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen beitragen.

Strommarktdesign und „Klimabeitrag der Stromwirtschaft“

Sie, meine Damen und Herren aus der Region Köln/Bonn und auch die Politik in Düsseldorf mussten Anfang des Jahres erleben, wie schwierig die Debatte um Energiewende und Klimaschutz werden kann: Parallel zur Diskussion zum neuen Strommarktdesign hat die Bundesregierung bekannt gegeben, dass sie beabsichtigt, die Einhaltung der geplanten Reduktion der CO2-Emissionen mittels eines „Klimabeitrags“ zu erreichen. Gemeint ist damit, dass der Stromsektor und hier konk-ret die Braunkohlekraftwerke im Rheinischen Revier – so die Vorstellung der Bundesregierung – weitere 22 Mrd. Tonnen an CO2 einsparen sollen. Tausende Arbeitsplätze wären dadurch gefährdet. Das kann nicht Ziel einer ausgewogenen Politik sein.

Um es klar zu sagen: Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen unterstützt die festgelegten Klimaschutzziele, jedoch nicht einseitig zu Lasten unseres Energie- und Industriestandortes. Mit uns wird es nicht zu einseitigen Strukturbrüchen kommen. Dafür setzt sich die Minister-präsidentin persönlich und dafür setzt sich die gesamte Landesregierung ein. Wir werden weiter um die Ausgewogenheit in der Energiewende hinsichtlich Klimaschutz und Versorgungssicherheit und Arbeitsplatzsicherung ringen. Wir sind aber auch davon überzeugt, dass sich insbesondere durch innovativen Klimaschutz viele neue Chancen für alle Beteiligten ergeben.

KlimaExpo.NRW

Um dies deutlich zu machen, hat die Landesregierung die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen, deren regionalen Auftakt wir heute in der Region Köln/Bonn begehen. Die KlimaExpo.NRW zeigt, wie durch Klimaschutz neue Chancen für Wirtschaft, Arbeitsplätze und mehr Lebensqualität entstehen. Sie ist unser Schaufenster für Innovationen im Klimaschutz. Wir stellen innovative technologische und gesellschaftliche Projekte ins Schaufenster der KlimaExpo.NRW, die deutlich machen:

  • So können wir „Energie neu denken“, damit wir noch schneller von fossiler zu erneuerbarer Energie kommen.
  • So schonen wir Ressourcen.
  • So entwickeln wir klimafreundliche Quartiere.
  • So gestalten wir Mobilität neu.

Wir zeigen mit diesen Beispielen die gesamte Bandbrei-te der Erfolge im Klimaschutz und stoßen Neues an. Wir zeigen, dass Klimaschutz ein Fortschrittsmotor ist.

Das Format der KlimaExpo.NRW

Das Format der KlimaExpo.NRW findet nicht als klassi-sche Expo auf einem großen Veranstaltungsgelände an einem festen Termin statt. Die KlimaExpo.NRW ist viel-mehr eine Best-Practice-Kette durch ganz Nordrhein-Westfalen. Ein wichtiges Glied in dieser Kette ist – und nicht erst seit heute – auch die Region Köln/Bonn. Die KlimaExpo.NRW ist vor einem Jahr mit einer großen Auftaktveranstaltung gestartet. Viele regionale Veranstaltungen, Workshops, Ideenlabore, Fachveranstaltun-gen und nationale und internationale Ausstellungen und Präsentationen werden in den nächsten Jahren stattfinden. Die Zwischenpräsentation ist für 2017 geplant, das Ganze mündet in eine Endpräsentation im Jahr 2022.

Das Format der KlimaExpo.NRW ist bewusst breit aufgestellt. Alle werden eingebunden und können sich beteiligen: Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft. Eine wichtige Rolle nehmen dabei die Partnerregionen der KlimaExpo.NRW ein. Denn sie kennen die regionalen Akteurinnen und Akteure im Klima-schutz am besten.

KlimaExpo.NRW präsentiert Klimaschutzprojekte

Die KlimaExpo.NRW will bei Ihnen vor Ort Projekte unterschiedlichster Art und Größe sichtbar machen – von der kleinen Schulinitiative bis hin zum industriellen Großprojekt. Um ein Projekt der KlimaExpo.NRW zu werden, muss ein substanzieller Beitrag zum Klimaschutz und ein klarer NRW-Bezug vorhanden sein. Dann kann es losgehen. Der Fahrplan der KlimaExpo.NRW lautet dabei 1.000 Schritte in die Zukunft. Denn bis 2022 sollen 1.000 Projekte und Ereignisse für mehr Klimaschutz aus Nordrhein-Westfalen national und international präsentiert werden.

Projekte werden qualifiziert und ins Schaufenster gestellt

Bereits vor dem heutigen offiziellen Startschuss hat die KlimaExpo.NRW – mit Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen des Vereins Region Köln/Bonn – einiges auf den Weg gebracht und regionale Projekte qualifiziert. Beispiele für das regionale Schaufenster der KlimaExpo.NRW sind:

  • Wasserstoffbusse, die emissionsfrei durch die Region Köln fahren. Seit September 2011 fahren sie im regu-lären Linienverkehr und werden mit Brennstoffzellen auf Wasserstoffbasis betrieben. Mit Wasserstoff als Kraftstoff, der in der Chemieregion Köln im Überfluss vorhanden ist, entstehen somit keine Emissionen.

 

  • Das NaturGut Ophoven mit seiner herausragenden Kom-petenz in der Umwelt- und Klimabildung. Seit mehr als 30 Jahren werden dort innovative pädagogische Konzepte zum Klimaschutz entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Zum Beispiel das Projekt „Sterneköche fürs Klima”. Da-bei lernen Grundschulkinder, wie sie sich klimascho-nend und gesund ernähren können – und dass es gut schmeckt.

 

  • Das Projekt der Bayer MaterialScience aus Leverkusen zur stromsparenden Chlorproduktion. Bei Chlor denken Sie vielleicht zunächst an Schwimmbäder. Aber Chlor wird für mehr benötigt: Arzneimittel, Kunststoffe, Textilfasern und Farben. Das neue Verfahren senkt den Energiebedarf im Vergleich zum Standardverfahren um bis zu 30 Prozent.

Insgesamt konnten so bereits 14 Projekte durch die KlimaExpo.NRW präsentiert werden. Ich finde, das ist eine beeindruckende Zahl an innovativen technologischen und gesellschaftlichen Projekten der Region, die die KlimaExpo.NRW bereits heute präsentiert. Besonde-res danken möchte ich deshalb an dieser Stelle Dr. Reimar Molitor und seinem Team für die funktionie-rende Partnerschaft zwischen der Region und der KlimaExpo.NRW. Mit dem heutigen offiziellen Startschuss werden wir noch mehr Projekte in das Schaufenster der KlimaExpo.NRW stellen und Sie können Ihre Erfolge im Klimaschutz noch pointierter vermarkten. Und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie – meine Damen und Herren – auch heute auf den Geschmack kommen und sich vielleicht sogar mit eigenen Projekten und Ideen beteiligen.

Die besten Projekte werden ausgezeichnet

Aus der Vielzahl der qualifizierten Projekte des Landes zeichnet die KlimaExpo.NRW jährlich die besten zwölf öffentlichkeitswirksam aus. Zu den Gewinnern 2015 gehören auch zwei der eben genannten Projekte aus der Region Köln/Bonn:

  • das NaturGut Ophoven mit seiner herausragenden Kompetenz in der Umwelt- und Klimabildung, das ich in Vertretung von Ministerpräsidentin Kraft am 14. Juni auszeichnen durfte und

 

  • das Projekt der Bayer MaterialScience aus Lever-kusen zur stromsparenden Chlorproduktion.

Eine Bildungsinitiative (NaturGut Ophofen) und ein reines Industrieprojekt (Bayer) als Gewinner unter den besten Projekten aus Nordrhein-Westfalen. Das ist ein Erfolg. Sie merken, die Region Köln/Bonn ist ziemlich gut aufgestellt in Sachen Klimaschutz und ist ein wichtiger Partner der KlimaExpo.NRW.

Bedeutung der regionalen Partnerschaften der KlimaExpo.NRW

Gerade die Regionen verfügen über ein breites Expertinnen- und Expertenwissen. Sie kennen die Unternehmen, die Forschungslandschaft, die Initiativen und die engagierten Bürgerinnen und Bürger und ihre Ideen am besten. Sie wissen, welche technologischen und gesellschaftlichen Projekte in der Pipeline sind und welche schon erfolgreich laufen. Wir wollen die regionalen Partnerschaften in ganz Nordrhein-Westfalen nutzen, um dem Anspruch einer „Mitmach-Expo“ gerecht zu werden, um alle Engagierten zu erreichen. Die KlimaExpo.NRW kann ihre Gesamtschau kontinuierlich erweitern und den Regionen neue Impulse und Ideen durch die nationale und internationale Vernetzung geben. Und die Regionen können unter der Marke KlimaExpo.NRW ihre Erfolge national und international noch gezielter präsentieren und ihr eigenes Profil im Klimaschutz schärfen. Also eine klassische Win-Win-Situation.

Die Region Köln/Bonn im Kontext der KlimaExpo.NRW

Gerade die Region Köln/Bonn hat für die KlimaExpo.NRW einiges zu bieten. Es gibt zahlreiche Initiativen zum Klima-schutz und die Umweltwirtschaft ist bestens aufgestellt.

Bedeutung der Umweltwirtschaft in der Region Köln/Bonn

Die Umweltwirtschaft ist für die KlimaExpo.NRW wie ge-schaffen. Gemessen an der absoluten Zahl der Erwerbstä-tigen ist die Region Köln/Bonn mit über 48.000 Erwerbstä-tigen die zweitgrößte Region für Umweltwirtschaft in Nord-rhein-Westfalen. Und die Umweltbranche der Region Köln/Bonn entwickelt sich rasant: Das Beschäftigungs-wachstum zwischen 2009 und 2012 war mit knapp 10 % fast doppelt so groß wie das der Gesamtwirtschaft (5,1%).

Allein im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität sind knapp 15.000 Erwerbstätige in Ihrer Region tätig. Einige Beispiele belegen dies:

  • Der Ballungsraum Köln/Bonn verfügt über ein stark ent-wickeltes öffentliches Nahverkehrssystem.

 

  • Es werden umweltfreundliche Antriebstechnologien vor Ort entwickelt. Der Automobilstandort Köln mit der Europazentrale von Ford und den Deutschlandzentralen von Toyota, Citroen und Volvo sowie wichtige Zulieferer, wie die Deutz AG und angrenzende Unternehmen, arbeitet bereits daran.

 

  • Es werden alternative Kraftstoffe entwickelt. Beispiel ist die Unternehmensinitiative HyCologne - Wasserstoff Region Rheinland, die Projekte zum Thema Wasserstoff als Energieträger umsetzt.

 

  • Die Produktion von Biokraftstoffen ist etabliert. Beispiel ist u.a. Evonik Industries am Standort Lülsdorf.

 

  • Auch die Forschungslandschaft im Bereich intelligente Verkehrsmanagementsysteme und Infrastruktur ist durch die Hochschulen und Institute der Region hervorragend aufgestellt.

Ebenso wird an umweltfreundlichen Materialien am wich-tigsten Chemie-Standort Europas gearbeitet (Beispiele: Bayer, Lanxess und LyondellBasell).

Und auch die Wasserwirtschaft wächst stetig. Allein im Segment Wassergewinnung, -aufbereitung und Abwasserbehandlung hat die Region zwischen 2009 und 2012 um 38 % zugelegt.

Außerdem ist auch eine Vielzahl an Initiativen in der Region Köln/Bonn zu finden, z.B.

  • :aqualon, ein Kompetenzzentrum und Lernort zum The-ma „Wasser als Ressource“
  • und die Idee einer smart region, durch die eine Kooperationsstruktur zur regionalen Vernetzung von Klima-schutz, Energie und Umweltwirtschaft aufgebaut wird.

Sie sehen, Ihre ganze Region geht heute mit viel Potenzial in den regionalen Start der KlimaExpo.NRW. Hier kann die KlimaExpo.NRW ihr Angebot bestens einlösen und Ihre regionalen Erfolge national und international sichtbar machen.

Bedeutung von Bonn als „Standort für globale Nachhaltigkeit“

Der regionale Startschuss fällt heute in Bonn – dem inter-nationalen Standort in Deutschland. Sie hätten keine bessere Wahl treffen können.

Gerade die vergangenen Wochen haben noch einmal eindrucksvoll gezeigt, dass sich Bonn zu einem der wichtigsten Standorte entwickelt hat, an denen über Fragen einer global nachhaltigen Entwicklung beraten und verhandelt wird. Auf der vor 10 Tagen zu Ende gegangenen 42. Tagung der Nebenorgane der Klimakonvention haben rund 5.000 Delegierte aus der ganzen Welt hier in Bonn wichtige Vorarbeiten für die Verabschiedung einer neuen Klimakonvention in Paris im Dezember 2015 geleistet. Bei der offiziellen Eröffnung des World Conference Center Bonn in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban am 7. Juni – Herr Oberbürgermeister Nimptsch hat es bereits angesprochen – ist von allen Rednerinnen und Rednern betont worden, welches große internationale Potenzial an Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in den Bereichen Nachhal-tigkeit und Entwicklung sich hier zusammengefunden hat. Sie, liebe Frau Figueres, haben in einem Interview mit dem Generalanzeiger davon gesprochen, Bonn könne zu einem „Drehkreuz“ der internationalen Aktivitäten in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden. Auch die von der GIZ und mir am 12. und 13. Mai gemeinsam ausgerich-tete „Bonn Conference for Global Transformation“ mit 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus fast 70 Staaten soll dabei zu einem wichtigen Baustein werden, den wir ab jetzt alle zwei Jahre am Standort durchführen werden.

All das ist sehr vielversprechend. Ich will aber nicht verschweigen, dass ich bisher noch zu wenig Verzahnung zwischen den in Bonn angesiedelten internationalen Orga-nisationen, auch den UN-Einrichtungen, und den für die KlimaExpo.NRW relevanten Akteuren hier in der Region und in Nordrhein-Westfalen insgesamt sehe. Wenn ich also heute einen Wunsch habe, dann ist es der nach weit mehr Initiativen zur Zusammenarbeit zwischen den zahlreichen internationalen Akteuren hier am Standort und ihren – wenn ich sie so nennen darf – „natürlichen Verbündeten“ in der Region und im Land. Ich bin überzeugt, dass auch hier die Aktivitäten der KlimaExpo.NRW einiges in Gang bringen werden und alle davon profitieren können. Die Landesregierung wird die KlimaExpo.NRW und Regionen dabei nach Kräften unterstützen.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Aufmerksamkeit!

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