Elektromobilität? Ja! Aber wo tanken?

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Gespeichert von Arno Bauermeister am 26. Februar 2016
Elektromobilität
26. Februar 2016

Elektromobilität? Ja! Aber wo tanken?

Bundesrat stimmt Ladesäulen-Verordnung zu

Der Bundesrat hat am Freitag einer Verordnung der Bundesregierung zugestimmt, mit der technische Mindestanforderungen an Ladepunkte für Elektroautos gestellt werden. Damit sollen mehr Investitionen im Bereich der Elektromobilität ermöglicht werden.

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Mit der jetzt beschlossenen Verordnung wird ein Teil einer EU-Richtlinie über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe umgesetzt. Konkret geht es in der Verordnung um technische Mindestanforderungen für den Aufbau und Betrieb von Ladesäulen. Denn um überall auftanken zu können, braucht es einheitliche Steckdosen und Kupplungen. So wissen künftig auch Unternehmen und Verbraucher, woran sie sind. Ein seit Jahren bestehendes Investitionshindernis für Unternehmen kann damit beseitigt werden. Geregelt werden außerdem die Anzeige- und Nachweispflichten für die Betreiber von Ladepunkten sowie die Kompetenzen der Bundesnetzagentur, die für die Regulierung der Ladeinfrastruktur zuständig sein soll.

Das Verkehrsland Nordrhein-Westfalen fördert  Elektromobilität und hat mit dem Verbund ElektroMobilität NRW ein Kompetenzzentrum für Tipps und praktische Unterstützung für alle Interessierten errichtet. Deshalb sind wir auch froh, dass nun die technischen Mindestanforderungen für Ladesäulen EU-weit vereinheitlicht werden sollen. Denn um überall auftanken und wie geplant in Deutschland bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße bringen zu können, brauchen wir einheitliche Steckdosen und Kupplungen für öffentlich zugängliche Ladepunkte. Dies ist auch im Sinne Nordrhein-Westfalens, das sich von Anfang an für ein schnelles Inkrafttreten dieser Verordnung eingesetzt hat, um energieeffiziente Fahrzeuge zu fördern und damit den CO2-Ausstoß im Verkehr zu senken sowie Luftverschmutzung und Lärmbelästigung zu mindern.

Da es nun zwischen Bund und Ländern einen tragfähigen Kompromiss über die Ausgestaltung der Umsetzung der EU-Richtlinie in Deutschland gibt, kann die E-Mobilität also nun auf die Beschleunigungs-Spur. Dazu hat der Bundesrat mit den Stimmen Nordrhein-Westfalens seinen Teil beitragen, indem der Landesäulenverordnung mit den Vorgaben für Steckerstandards zugestimmt hat. Somit wissen Unternehmen und Verbraucher  zumindest hier, woran sie künftig sind. Mit dem Bund ist vereinbart, dass bis November diesen Jahres auch der zweite Schritt der Richtlinienumsetzung, nämlich die Vorlage der Umsetzung der technischen Spezifikationen und Software-Aspekte für die Ladesäulen erfolgen muss. Dazu wird der Erlass einer weiteren Verordnung nötig sein. Deshalb bittet der Bundesrat die Bundesregierung, die fehlenden Regelungen mit den erforderlichen Standards hinsichtlich Information, Authentifizierung, Zugänglichkeit und Abrechnung in einvernehmlichem Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen und Marktteilnehmern bis zum 18. November 2016 in einer Folgeverordnung zu regeln.

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