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Interview
28. April 2014

(Interview) „Hier redet man Tacheles“

Hannelore Kraft in Sachsen-Anhalt

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft war auf Einladung von Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) am Freitag in Halle. Der Osten braucht Hilfe, sagt sie, aber genauso ihr Bundesland.

 
Von:
Arnd Zickgraf zur Felde

Nicht nur im Wahlkampf hat die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), immer wieder gegen die Benachteiligung westdeutscher Kommunen gegenüber dem Aufbau im Osten gewettert. Am Freitag besuchte Kraft (53) auf Einladung von Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) Sachsen-Anhalt. Am Rande der Tour - die sie auch in das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle führte - trafen die MZ-Redakteure Kai Gauselmann und Hendrik Kranert-Rydzy mit Kraft zusammen.

Mitteldeutsche Zeitung:
Frau Ministerpräsidentin, Sie haben sich gerade das tolle Museum hier in Halle anguckt - jetzt sind Sie stinkesauer, oder?
Kraft:
Nein, warum?

Zwischentext test

MZ:
Na, Sie denken doch jetzt: Zuhause darbt der Ruhrpott und muss auch noch für den Osten Soli zahlen - und Sachsen-Anhalts Finanzminister vergoldet hier die Bürgersteige...
Kraft:
Das sehe ich nicht so. Ich bin hier oft und viel unterwegs und weiß, dass auch im Osten noch eine Menge zu tun ist. So platt geht es nicht.
MZ:
Sie kennen also auch die schäbigen Ecken in Ostdeutschland?
Kraft:
Ich kenne die schwierigen Regionen im Osten, ich kenne aber auch die Landesteile, denen es gut geht. Und ich bin mir mit Jens Bullerjahn einig darin, dass da, wo noch etwas zu tun ist, auch Unterstützung geleistet werden muss. Das ist die Aufgabe, vor der alle Länder und der Bund gemeinsam stehen. Es geht dabei aber künftig nicht mehr um die Himmelsrichtung, es geht um Bedürftigkeit.
MZ:
„Jetzt ist aber mal der Westen dran“ - dieser Satz von 2012 stammt aber doch von Ihnen?
Kraft:
Ja, wenn Sie das aus nordrhein-westfälischer Sicht betrachten, haben wir zu Beginn der Bundesrepublik mit der Stahlindustrie und der Kohle geholfen, den Süden aufzubauen und von einer Agrar- in eine Industrieregion zu verwandeln. Dann haben wir solidarisch den Osten mit aufgebaut, was auch gut und richtig ist. Wir müssen aber nun darauf schauen, dass auch bei uns großer Nachholbedarf herrscht und Hilfe erforderlich ist. Denn es kann nicht sein, dass die Städte in NRW, die notleidend sind, sich auch noch verschulden müssen, um den Aufbau im Osten zu bezahlen. Da sind Jens Bullerjahn und ich uns einig in der Einschätzung.
MZ:
Haben Sie schon Kriterien, wie man Bedürftigkeit definiert?
Kraft:
Die Kriterien sind vielfältig: Vom Zustand der Infrastruktur, Dimensionen des Strukturwandels bis hin zu demografischer Entwicklung. Es wird sicher nicht nur ein Kriterium sein, es werden mehrere angewandt werden müssen.
Zur Person:
Hanelore Kraft

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