Freifunk Übersicht

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Gespeichert von Robin Teller am 2. Dezember 2015

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Landesregierung unterstützt Freifunk-Initiativen

Warum die Landesregierung Freifunk-Initiativen unterstützt, bei denen Bürger freie Daten-Funknetze aufbauen, die auch Zugang zum Internet bieten.

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„100xWLAN“ startet: Freifunker können auf landeseigenen Gebäuden WLAN einrichten – Ab sofort Freifunk-Hotspot an der Staatskanzlei

Mit dem Projekt „100xWLAN“ bringt die Landesregierung die Verbreitung von Hotspots in Nordrhein-Westfalen voran. An bis zu 100 landeseigenen Gebäuden sollen freie Bürgernetze entstehen, die von Freifunkvereinen betrieben werden. Für die notwendigen technischen Installationen an den Gebäuden stellt die Landesregierung insgesamt eine Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern an viel besuchten Gebäuden kostenloses WLAN anzubieten und mit dem Freifunk-Engagement die Medienkompetenz bei diesem Thema zu fördern.

► Weitere Informationen in der Pressemitteilung vom 30.06.2016
► Fragen und Antworten zum Pilotprojekt „100xWLAN“

Hinweis zur Verwendung: Die Passagen „Was ist Freifunk?“ und „Wer betreibt Freifunk?“ stammen aus der Broschüre „Freie Funknetze in der Praxis“ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und stehen unter der Lizenz CC BY 4.0. Die übrigen Passagen sind von der Staatskanzlei NRW unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland (CC BY-ND 3.0 DE) freigegeben.

 Übersicht:

  1. Was ist Freifunk?
  2. Wer betreibt Freifunk?
  3. Wie sicher ist Freifunk für Nutzer?
  4. Welche Freifunk-Vereine gibt es in Nordrhein-Westfalen?
  5. Warum unterstützt die Landesregierung Freifunk?
  6. Wie fördert die Landesregierung Freifunk?
  7. Was können Bürger, Vereine, Stiftungen, Unternehmen und andere für Freifunk tun?

 

Was ist Freifunk?

„Freifunk ist der bekannteste Name für Initiativen, bei denen Bürger freie Daten-Funknetze aufbauen, die auch Zugang zum Internet bieten.

Die Grundidee von Freifunk basiert darauf, solche Netze nicht nur als getrennte Internet-Einwahlknoten zu nutzen, sondern untereinander zu verbinden und zu einem Bürgernetz zusammenzuschließen. So entsteht ein eigenes lokales Netz, in dem der Datenverkehr über alle beteiligten Stationen wandern kann. Mit dem Internet verbunden wird es unter anderem, indem Bürger ihren Anschluss zur Verfügung stellen und einen Teil der oft ungenutzten Bandbreite abgeben.

Solche Mikro-Netzwerke werden von den Freifunkern zu größeren Netzen ver­bunden: durch Funkverbindungen mit Outdoor-Routern in einer Nachbarschaft, mit Richtfunk über längere Strecken zwischen Stadtteilen oder Gemeinden. Im lokalen Netz können dann auch eigene Dienste angeboten werden. Im griechi­schen Pendant zum Freifunk etwa, dem „Athens Wireless Metropolitan Network“, gibt es neben Angeboten für Internettelefonie oder Videostreaming auch die lokalen Suchmaschinen namens „Woogle“ und „Wahoo“.

Vernetzung ist für viele Freifunker nicht nur eine technische, sondern ebenso eine soziale Idee – wenn etwa Bewohner eines Hauses oder einer Nachbarschaft sich zusammentun, um gemeinsam ein neues Netz einzurichten. Weil viele Freifunker zudem das Experimentieren und Lernen mit der Technik antreibt, können freie Funknetze auch an den Gedanken der (Medien-)Bildung anknüpfen.
Bei Freifunk-Netzen entsteht eine besondere Art von Netzen: Mesh-Netze – auch „vermaschte Netze“ genannt – basieren darauf, dass alle Teilnehmer untereinander Daten weiterreichen und es keine Zentrale gibt. Mesh-Netze sind nicht auf Funknetze beschränkt, auch Kabelnetze, reine Mobiltelefon-Netze oder Mischformen sind möglich.“

► Technische Hintergründe bei Freifunk.net.
 

(Der Abschnitt „Was ist Freifunk?“ stammt aus der Broschüre „Freie Funknetze in der Praxis“ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg von David Pachali und steht unter der Lizenz CC BY 4.0)

 

Wer betreibt Freifunk?

Letztlich werden freie Funknetze von allen Bürgern betrieben, die einen Teil dazu beitragen. In Deutschland haben sich aus den anfänglich lose verbundenen Tüftlern oftmals stadtweite oder regionale Vereine gebildet. Nicht jeder, der einen Router für Freifunk in sein Fenster stellt, muss aber Vereinsmitglied sein; es gibt keine zentrale Verwaltung oder Registrierung. So haben die Berliner Freifunker den Förderverein freie Netzwerke gegründet, der als Ansprechpartner auftreten kann und Veranstaltungen und Treffen organisiert. Drumherum gibt es eine deutlich größere Aktiven-Community.

Rechtlich betrachtet, können die Vereine aber auch als Internetanbieter auftreten, für die im Unterschied zu Privatpersonen zum Teil günstigere rechtliche Voraussetzungen bestehen. Das ist in Berlin der Fall, wo der Verein den Datentransport zugleich so organisiert, dass für die einzelnen Beteiligten das Risiko minimiert wird, sich rechtliche Komplikationen einzuhandeln.
 

(Der Abschnitt „Wer betreibt Freifunk?“ stammt aus der Broschüre „Freie Funknetze in der Praxis der Medienanstalt Berlin-Brandenburg von David Pachali und steht unter der Lizenz CC BY 4.0)

 

Wie sicher ist Freifunk für Nutzer?

Das hängt davon ab, wie Nutzer Freifunk verwenden und wie sie ihre Kommunikation absichern. Einen Ratgeber dazu hat die Staatskanzlei NRW beim Fachmagazin für Computertechnik c't in Auftrag gegeben. Die Anleitung ist zum Vervielfältigen und Verbreiten unter einer Creative-Commons-Lizenz freigeben.

Welche Freifunk-Vereine gibt es in Nordrhein-Westfalen?

Freifunk ist eine dezentrale Bewegung. Es gibt keinen Dachverband und von Ort zu Ort können sich die Nutzungsmöglichkeiten und die verwendete Freifunksoftware unterscheiden. Einen ersten Überblick gibt dieses Verzeichnis lokaler Gemeinschaften beim Förderverein Freie Netzwerke e. V.. Einen guten und aktuellen Überblick von Knoten vor Ort unabhängig von Vereinen gibt das auf der Freifunk-API basierende Angebot http://www.freifunk-karte.de/.

In Nordrhein-Westfalen sind unter anderem diese in Vereinen organisierten oder Vereinen angeschlossenen Initiativen aktiv:

Warum unterstützt die Landesregierung Freifunk?

Die Landesregierung will digitales, bürgerschaftliches Engagement fördern. Nicht gewinnorientierte Freifunk-Initiativen fördern in praktischen Projekten Medien- und Technikkompetenz. Neue Freiwillige bauen gemeinsam mit erfahrenen Freifunkern Netze auf, bespielen Router, installieren Hotspots und organisieren sich in Stadtteilen. Solche gelebten Kompetenzprojekte will die Landesregierung fördern, in Umsetzung des Landtagsbeschlusses „Freifunk in Nordrhein-Westfalen: Bürgernetze ausbauen und weiter stärken!“.

 
Übergeordnete Ziele der Förderung sind:

  • die Förderung von Erprobung und Erforschung freier Bürgernetze in Pilotprojekten und neuartiger Kommunikationsmöglichkeiten in Mesh-Netzwerken
  • die Förderung neuer Formen digitalen bürgerschaftlichen Engagements für offene, dezentrale, nicht-kommerzielle Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen.

Wie fördert die Landesregierung Freifunk?

Im Pilotprojekt sollen vorzugsweise juristische Personen wie Freifunk-Vereine gefördert werden, die nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind, ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben und bereits erfolgreiche Aktivitäten zum Beispiel beim Aufbau offener Bürgernetze oder der Förderung schöpferisch-kritischen Umgangs mit Technologie vorweisen können. Sie können eine Zuwendung beantragen.

Zu den verfolgten Zielen der Landesregierung zählen:

  • Ausbau und Fortentwicklung durch Freiwillige eines im Hinblick auf das Wachstum lokaler Zugangspunkte zukunftsträchtigen und leistungsfähigen Backbone-Netzwerks zur Verbindung lokaler Bürgerdatennetze in Nordrhein-Westfalen und zur Anbindung dieser an das Internet.
  • Förderung, Ausbau und Fortentwicklung lokaler Backbones von Bürgerdatennetzen in Nordrhein-Westfalen
  • Förderung, Ausbau und Fortentwicklung lokaler Bürgernetze
  • Verbreitung der Medien- und Technikkompetenz in Nordrhein-Westfalen durch Vermittlung von Wissen über Funk- Netzwerktechnologien und insbesondere über praktische Möglichkeiten von Nutzern, sich in offenen Netzen zu schützen.

Projekte dieser Vereine werden von der Landesregierung im Rahmen einer Zuwendung bislang gefördert:

Was können Bürger, Vereine, Stiftungen, Unternehmen und andere für Freifunk tun?

Sehr viel. Freifunk lebt vom Engagement Freiwilliger. Einige stellen Router mit Freifunk-Software auf und teilen ihre Internetanbindung darüber. Der Freifunk-Datenverkehr läuft über dieselbe physische Leitung wie der eigene der Nutzer, ist aber logisch getrennt. Es gibt andere Konfigurationen: Wenn Backbone-Standorte, deren Ausbau die Landesregierung fördern will, in der Nähe sind, kann jeder die Reichweite vergrößern, indem er einen entsprechend konfigurierten Router aufstellt. So wird Freifunk weiter im Viertel verteilt.

Freifunk-Vereine brauchen Mitglieder, Freifunk-Initiativen brauchen Freiwillige und Spender, Freifunk-Netze brauchen Standorte für Hotspots und Richtfunkstrecken – engagieren Sie sich!
 

Hinweis zur Verwendung: Die Passagen „Was ist Freifunk?“ und „Wer betreibt Freifunk?“ stammen aus der Broschüre „Freie Funknetze in der Praxis“ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und stehen unter der Lizenz CC BY 4.0. Die übrigen Passagen sind von der Staatskanzlei NRW unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland (CC BY-ND 3.0 DE) freigegeben.

 

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► Weitere Informationen in der Pressemitteilung vom 30.06.2016
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