Afrika

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Afrika ist ein Kontinent im Aufbruch. Auch wenn Armut, soziale Ungleichheit und politische Konflikte nach wie vor zum Alltag vieler Menschen gehören, nehmen in einigen Regionen südlich der Sahara Stabilität und Wohlstand zu.

Unter den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften mit mehr als sieben Prozent jährlich finden sich zahlreiche afrikanische Länder. Prognosen sagen für Afrika 2016 BIP-Zuwachsraten von fünf Prozent voraus.


Getrieben wird dieser Wandel durch eine junge, dynamische und urbanisierte Bevölkerung. 2010 lebten in Afrika südlich der Sahara mehr als 853 Millionen Menschen. Voraussichtlich wird sich diese Zahl bis 2050 verdoppeln. Zunehmen wird auch die afrikanische Mittelschicht, die über Kaufkraft verfügt und die heimische Nachfrage stärkt. Ausländische Unternehmen tragen ebenfalls zum Wirtschaftswachstum bei. Investiert wird in Ländern südlich der Sahara vor allem in den Energie- und Bergbausektor, aber auch in Infrastruktur, in Dienstleistungen oder Telekommunikation. Der Mobilfunk-Boom in Afrika zeigt, dass moderne Technik zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen kann: Kleinunternehmer und Landwirte, die kein eigenes Bankkonto haben, wickeln Zahlungen mit ihrem Handy ab. Und ihre Position bei Preisverhandlungen verbessert sich, wenn sie sich per SMS über Preise auf den Märkten informieren können.


Ziel der Landesregierung ist es, den hiesigen Blick für die vielschichtigen Realitäten in Afrika zu schärfen, den Austausch zwischen afrikanischen Ländern und Nordrhein-Westfalen zu intensivieren und Wirtschaftskooperationen zu stärken. Deshalb fördert die Landesregierung das jedes zweite Jahr stattfindende Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum NRW der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen – eine Anlaufstelle und Austauschplattform für Unternehmen, die den Einstieg in den afrikanischen Markt suchen.


Nordrhein-Westfalen sieht sich aber auch jenseits wirtschaftlicher Interessen und Kooperationen in der Verantwortung für unsere „Eine-Welt“. Die Landesregierung engagiert sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch in der Entwicklungspolitik. Mit ihrem Auslandsprogramm fördert die Landesregierung Projekte von Vereinen, Kirchen und anderen Nichtregierungsorganisationen in Nordrhein-Westfalen, die in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen in Entwicklungsländern durchgeführt werden und der Bevölkerung vor Ort direkt zugutekommen. Die Breite der Projekte reicht vom Bau und der Ausstattung von Schulen über die Fortbildung afrikanischer Hebammen bis hin zur Einrichtung von Lehrwerkstätten, in denen Jugendliche eine praktische Ausbildung erhalten.


Einen regionalen Schwerpunkt setzt die Staatskanzlei in der südafrikanischen Provinz Mpumalanga und in Ghana, denn mit ihnen verbindet Nordrhein-Westfalen eine besondere langjährige Kooperation. Auch zahlreiche zivilgesellschaftliche Partner engagieren sich in Mpumalanga und Ghana und haben sich in zwei Interessengemeinschaften vernetzt, dem Mpumalanga Forum und dem Ghana-Forum.


Darüber hinaus fördert die Landesregierung Projekte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), darunter schwerpunktmäßig Projekte in Ghana. Gefördert wird hier unter anderem der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Abfallmanagement an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) in Kumasi sowie eine Beteiligung Nordrhein-Westfalens an der jährlich stattfindenden Umweltmesse WACEE (West African Clean Energy and Environment).

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