Deutsch-polnisches Wirtschaftsforum

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16.06.2016 Deutsch-polnische Wirtschaftsforum
16. Juni 2016

Deutsch-polnisches Wirtschaftsforum

Informations- und Meinungsaustausch in der Landesvertretung in Berlin

Mehr als 220 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik kamen am 16. Juni in die Landesvertretung Nordrhein-Westfalen zum deutsch-polnischen Wirtschaftskongress. Die Fachleute und Multiplikatoren aus beiden Ländern nutzen die Gelegenheit zum regen Informations- und Meinungsaustausch.

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Eröffnet wurde der Kongress von den Wirtschaftsministern beider Staaten, Sigmar Gabriel und Mateusz Morawiecki. Für die Landesregierung sprach der Bevollmächtigte des Landes beim Bund und Dienststellenleiter Volker Meier ein Grußwort.

Alle Redner betonten die große wirtschaftliche Verflechtung der beiden Staaten. Polen gehört zu den acht wichtigsten Handelspartnern Deutschlands und steht auf Platz eins bei den mittel- und osteuropäischen Ländern. In der diesjährigen Frühjahrsumfrage der AHK Warschau wurde Polen erneut von ausländischen Unternehmern zum attraktivsten Investitionsstandort der mittel- und osteuropäischen Staaten gewählt. Aber auch umgekehrt findet inzwischen ein starkes polnisches Engagement in Deutschland statt. Im Jahr 2014 erreichten die polnischen Investitionen in Deutschland einen Umfang von 980 Mio. Euro. Ein großer Teil dieses Engagements findet sich in Nordrhein-Westfalen wieder, mehr als in jedem anderen Bundesland. Zur Zeit arbeiten mehr als 200 Unternehmen mit polnischer Kapitalbeteiligung mit rund 2000 Beschäftigten in NRW. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen werden seit April dieses Jahres durch ein Auslandsbüro von NRW.Invest in Warschau weiter unterstützt.

Neben den wirtschaftlichen Verbindungen gingen die Redner auch auf die historische Besonderheit des deutsch-polnischen Verhältnisses ein. Anlass dazu bot auch der 25. Jahrestag der Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages am 17. Juni. Vize-Kanzler Gabriel hob dabei die Bedeutung der europäischen Integration der ehemaligen Ostblockstaaten hervor. Ohne den Beitritt zur EU wäre die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte Polens in den vergangenen Jahren undenkbar gewesen. Zugleich ging Gabriel auf die lange rechtstaatliche Tradition in Polen ein, die er als wichtigen Bestandteil des europäischen Erbes bezeichnete. Auch Vize-Premier Morwiecki betonte die Bedeutung der guten bilateralen Beziehungen. In seiner Rede machte er deutlich, dass er die zuletzt teilweise aufgetretene Verstimmung in den bilateralen Beziehungen überwinden wolle. Gerade die starken wirtschaftlichen Verflechtungen seien ein Garant für ein gutes Verhältnis.

In zwei Podiumsdiskussionen berichteten anschließend Unternehmerinnen und Unternehmer über die praktischen Erfahrungen mit Investitionen und dem Innovationspotenzial im jeweiligen Nachbarstaat. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass auch die KMU in Polen inzwischen über erhebliches Innovationspotenzial verfügen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Ankündigung von Wirtschaftsminister Gabriel zu sehen, dass bei den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen am 22. Juni unter anderem auch verbesserte Möglichkeiten zur Förderung bilateraler Wirtschaftsprojekte vereinbart werden sollen.

Der deutsch-polnische Wirtschaftskongress wurde von der Wirtschaftsabteilung der  polnischen Botschaft in Deutschland und dem DIHK ausgerichtet und fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt.
 

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