Das ist Freifunk

Das ist Freifunk

Allgemeine Informationen zu Freifunk

In Freifunk-Initiativen bauen Bürger freie Daten-Funknetze auf, die auch Zugang zum Internet bieten.

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Hinweis zur Verwendung: Die Passagen „Was ist Freifunk?“ und „Wer betreibt Freifunk?“ stammen aus der Broschüre „Freie Funknetze in der Praxis“ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und stehen unter der Lizenz CC BY 4.0. Die übrigen Passagen sind von der Staatskanzlei NRW unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland (CC BY-ND 3.0 DE) freigegeben.

Was ist Freifunk?

Freifunk ist der bekannteste Name für Initiativen, bei denen Bürger freie Daten-Funknetze aufbauen, die auch Zugang zum Internet bieten.

Die Grundidee von Freifunk basiert darauf, solche Netze nicht nur als getrennte Internet-Einwahlknoten zu nutzen, sondern untereinander zu verbinden und zu einem Bürgernetz zusammenzuschließen. So entsteht ein eigenes lokales Netz, in dem der Datenverkehr über alle beteiligten Stationen wandern kann. Mit dem Internet verbunden wird es unter anderem, indem Bürger ihren Anschluss zur Verfügung stellen und einen Teil der oft ungenutzten Bandbreite abgeben.

Solche Mikro-Netzwerke werden von den Freifunkern zu größeren Netzen ver­bunden: durch Funkverbindungen mit Outdoor-Routern in einer Nachbarschaft, mit Richtfunk über längere Strecken zwischen Stadtteilen oder Gemeinden. Im lokalen Netz können dann auch eigene Dienste angeboten werden. Im griechi­schen Pendant zum Freifunk etwa, dem „Athens Wireless Metropolitan Network“, gibt es neben Angeboten für Internettelefonie oder Videostreaming auch die lokalen Suchmaschinen namens „Woogle“ und „Wahoo“.

Vernetzung ist für viele Freifunker nicht nur eine technische, sondern ebenso eine soziale Idee – wenn etwa Bewohner eines Hauses oder einer Nachbarschaft sich zusammentun, um gemeinsam ein neues Netz einzurichten. Weil viele Freifunker zudem das Experimentieren und Lernen mit der Technik antreibt, können freie Funknetze auch an den Gedanken der (Medien-)Bildung anknüpfen.
Bei Freifunk-Netzen entsteht eine besondere Art von Netzen: Mesh-Netze – auch „vermaschte Netze“ genannt – basieren darauf, dass alle Teilnehmer untereinander Daten weiterreichen und es keine Zentrale gibt. Mesh-Netze sind nicht auf Funknetze beschränkt, auch Kabelnetze, reine Mobiltelefon-Netze oder Mischformen sind möglich.

► Technische Hintergründe bei Freifunk.net.
 

Freifunk im Video erklärt

Freifunk Meschede verbindet! from Freifunk Meschede on Vimeo.

Freifunk Meschede verbindet!

Initiative für ein freies WLAN in Meschede aus Bürgerhand!

www.freifunk-meschede.de

Upload des Original-Videos durch: Philipp Seefeldt

Wer betreibt Freifunk?

Letztlich werden freie Funknetze von allen Bürgern betrieben, die einen Teil dazu beitragen. In Deutschland haben sich aus den anfänglich lose verbundenen Tüftlern oftmals stadtweite oder regionale Vereine gebildet. Nicht jeder, der einen Router für Freifunk in sein Fenster stellt, muss aber Vereinsmitglied sein; es gibt keine zentrale Verwaltung oder Registrierung. So haben die Berliner Freifunker den Förderverein freie Netzwerke gegründet, der als Ansprechpartner auftreten kann und Veranstaltungen und Treffen organisiert. Drumherum gibt es eine deutlich größere Aktiven-Community.

Rechtlich betrachtet, können die Vereine aber auch als Internetanbieter auftreten, für die im Unterschied zu Privatpersonen zum Teil günstigere rechtliche Voraussetzungen bestehen. Das ist in Berlin der Fall, wo der Verein den Datentransport zugleich so organisiert, dass für die einzelnen Beteiligten das Risiko minimiert wird, sich rechtliche Komplikationen einzuhandeln.

 

Wie sicher ist Freifunk für Nutzer?

Das hängt davon ab, wie Nutzer Freifunk verwenden und wie sie ihre Kommunikation absichern. Einen Ratgeber dazu hat die Staatskanzlei NRW beim Fachmagazin für Computertechnik c't in Auftrag gegeben. Die Anleitung ist zum Vervielfältigen und Verbreiten unter einer Creative-Commons-Lizenz freigeben.
 

Welche Freifunk-Vereine gibt es in Nordrhein-Westfalen?

Freifunk ist eine dezentrale Bewegung. Es gibt keinen Dachverband und von Ort zu Ort können sich die Nutzungsmöglichkeiten und die verwendete Freifunksoftware unterscheiden. Einen ersten Überblick gibt dieses Verzeichnis lokaler Gemeinschaften beim Förderverein Freie Netzwerke e. V.. Einen guten und aktuellen Überblick von Knoten vor Ort unabhängig von Vereinen gibt das auf der Freifunk-API basierende Angebot http://www.freifunk-karte.de/.

In Nordrhein-Westfalen sind unter anderem diese in Vereinen organisierten oder Vereinen angeschlossenen Initiativen aktiv:

 

Was können Bürger, Vereine, Stiftungen, Unternehmen und andere für Freifunk tun?

Sehr viel. Freifunk lebt vom Engagement Freiwilliger. Einige stellen Router mit Freifunk-Software auf und teilen ihre Internetanbindung darüber. Der Freifunk-Datenverkehr läuft über dieselbe physische Leitung wie der eigene der Nutzer, ist aber logisch getrennt. Es gibt andere Konfigurationen: Wenn Backbone-Standorte, deren Ausbau die Landesregierung fördern will, in der Nähe sind, kann jeder die Reichweite vergrößern, indem er einen entsprechend konfigurierten Router aufstellt. So wird Freifunk weiter im Viertel verteilt.

Freifunk-Vereine brauchen Mitglieder, Freifunk-Initiativen brauchen Freiwillige und Spender, Freifunk-Netze brauchen Standorte für Hotspots und Richtfunkstrecken – engagieren Sie sich!

 

Hinweis zur Verwendung: Die Passagen „Was ist Freifunk?“ und „Wer betreibt Freifunk?“ stammen aus der Broschüre „Freie Funknetze in der Praxis“ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und stehen unter der Lizenz CC BY 4.0. Die übrigen Passagen sind von der Staatskanzlei NRW unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland (CC BY-ND 3.0 DE) freigegeben.

 

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