„Bin in NRW der Welt begegnet“

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Gespeichert von Anja Yilmaz am 1. Dezember 2017
27. November 2017

„Bin in NRW der Welt begegnet“

Mehr als ein Jahr war der Fotokünstler Horst Wackerbarth mit seiner Roten Couch in Nordrhein-Westfalen unterwegs: Entstanden ist ein Porträt des Landes und seiner Menschen: „heimat.nrw“

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Sie stemmten die Rote Couch ächzend durch den Schnee und verbuddelten sie halb in einer Kiesgrube. Sie schwebte am Karabiner unter einem Baukran, thronte auf der Südtribüne im Dortmunder Stadion des BVB und in der Schalker Nordwand. Sie zierte die zerklüfteten Externsteine in Horn und diente einem Neandertaler bei Mettmann als Stütze. Auf ihr nahmen Platz: Abschiebehäftlinge, der Kommandeur der britischen Streitkräfte in Deutschland, eine jesidische Familie, der Schauspieler Götz George, der Rapper Adem Carim, eine Löschgruppe der freiwilligen Feuerwehr, der Liedermacher Hermann van Veen, der Violinist Frank Peter Zimmermann, die Tänzer Avi Kaiser und Sergio Antonio, Taxifahrer, Jäger, Opelaner, Chemiearbeiter, Rentner, Kinder, Mütter, Väter, Musiker, ein Herzchirurg und sein kleiner geretteter Patient.
 
Horst Wackerbarth ist glücklich und gewiss auch stolz, eine „Galerie der Menschheit“ präsentieren zu können, die er als visueller Jäger und Sammler zusammengetragen hat. Er kennt jedes Gesicht auf seinen Fotos und zumindest Teile eben jener Lebensgeschichten, die diese Menschen auf die Rote Couch geführt haben. Ohne Erzählung kein Foto – das ist die Verabredung zwischen dem Fotokünstler und seinen „Subjekten“.
 
NRW bietet solchen Geschichten, der Roten Couch und ihren „Sesshaften“ eine ideale Kulisse. Die eindrücklichste Erkenntnis des Fotokünstlers nach einem Jahr Dokumentation für „heimat.nrw“? „Ich reise seit 30 Jahren um die Welt und fotografiere Menschen“, resümiert Wackerbarth: „Ich sammle Menschen. In Nordrhein-Westfalen, mit seinen im Laufe der Geschichte Millionen zugewanderten Menschen, bin ich der ganzen Welt wieder begegnet – es gibt nichts auf der Welt, was es nicht auch in NRW gibt.“ 
 
„Heimat ist für alle da“, ergänzt Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach. Sie freut sich darüber hinaus sehr, die Ausstellung „heimat.nrw“ auch nach Berlin zu bringen. Als erstes Bundesland leistet sich NRW ein eigenes Heimat-Ministerium.
 
Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Dezember in der Landesvertretung zu besichtigen, täglich von 09:00 – 20:00 Uhr.

Weitere Bilder von Judith Buethe sehen Sie hier.
 

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