Bewegende Lesung – leibhaftige Geschichte

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10.05.2016 Lesung mit Christian
10. Mai 2016

Bewegende Lesung – leibhaftige Geschichte

Shalom Eilati hat ein Buch geschrieben, wie es kein anderes gibt. In kindlicher, also sehr bildhafter und detailgenau-einfacher Sprache. Als wäre er noch der kleine Junge, der das Ghetto von Kowno (Kaunas) erlebt, knapp überlebt hat. Fast 300 Zuhörer sind in den Bann dieser bewegenden Lebensgeschichte und des ungewöhnlichen Buches gezogen. Es liest: der Schauspieler Christian Berkel.

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In ihrer Begrüßung dankt Anja Surmann, Amtschefin der Staatskanzlei und Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen, dem aus Jerusalem angereisten Autoren für dessen literarischen und zugleich humanistischen Beitrag. „Auch unsere Generation wird nie vergessen.“ Shalom Eilati geht am Stock, trägt das Hemd am Kragen offen und gesteht, dass er aufgeregt ist. Und dass er sich freut, dass ihm so viele Gäste zuhören. Ihm und seiner Geschichte, seinem (Er-)Leben.

In Anwesenheit von Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, und 300 bewegten Gästen liest dann der Schauspieler Christian Berkel aus Shalom Eilatis Buch „Ans andere Ufer der Memel. Flucht aus dem Kownoer Ghetto.“ Eindrucksvoll trägt Berkel das Unfassbare vor, muss immer wieder selbst um Fassung ringen – so schwer tragen Vorleser und Publikum an den Worten und Kapiteln des Autoren.

Es ist die Lebensgeschichte von Shalom Eilati, der das Ghetto Kowno/Kaunas in Litauen überlebt hat. Vom ersten Tag der deutschen Besatzung an fanden in Litauen Massenmorde an Juden statt. Ende 1941 bereits 80 Prozent aller litauischen Juden tot. In Kaunas selbst wurden im Juni und Juli 1941 zwischen 8.000 und 10.000 Menschen ermordet.  Am 15. August 1941 wurden drei Viertel der früheren jüdischen Bevölkerung der Stadt in das Ghetto gezwungen. Es heißt, dass 200 Kinder überlebt haben. Eines von ihnen ist Shalom Eilati. Sein Buch verschlägt einem die Sprache. Es nimmt einem den Atem zu lesen, was er gesehen, erlebt und überlebt hat an der Seite seiner Mutter und seiner Geschwister.
 
Die Landesvertretung NRW und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas hatten den Abend ermöglicht. Besonders verbunden ist Kowno (Kaaunas) dem Kreis Westfalen-Lippe, dessen Partnerregion Kowono ist.
 

 

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