14. Verleihung Gerd Ruge Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW

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14. Verleihung Gerd Ruge Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW
18. August 2015

14. Verleihung Gerd Ruge Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW

Schloss Jägerhof

Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär bei der NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, hat bei der 14. Verleihung des Gerd Ruge Stipendium für junge Dokumentarfilmer das Grußwort für die Landesregierung gehalten. Das mit rund 100.000 Euro dotierte Stipendium ist die höchste Förderung für die Vorbereitung und Entwicklung von Dokumentarfilmen in Deutschland.

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Auf dem Foto zu sehen sind:

Vordere Reihe: Dr. Marc Jan Eumann (Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW), der Juryvorsitzende Gerd Ruge, Jurymitglied Christiane Büchner (Dokumentarfilmerin), Petra Müller (Film- und Medienstiftung NRW), Regisseurin und Jurymitglied Doris Metz, Moderatorin Ute Soldierer;
2. Reihe: Stipendiat Daniel Huhn, Stipendiat Tom Ehrhardt, Produzent und Jurymitglied Erik Winker (HUPE Film- und Fernsehproduktion), Stipendiatin Antonia Traulsen;
3. Reihe: Stipendiatin Jo Claire Roggan, Stipendiatin Emma Rosa Simon; 4. Reihe (oben): Stipendiat Hendrik Löbbert, Stipendiatin Claudia Sárkány, Stipendiat Giuseppe Vaccarno © Heike Herbertz/Film- und Medienstiftung NRW.

Aus 44 eingereichten Anträgen wählte eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Gerd Ruge insgesamt 7 Projekte, 6 Entwicklungs-Stipendium und ein Incentive, aus. Gemeinsam mit Gerd Ruge waren Dokumentarfilmerin Christiane Büchner, Regisseurin Doris Metz, Produzent Erik Winker (HUPE Film- und Fernsehproduktion) sowie Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, Mitglieder der Jury. 

Die Gerd Ruge Stipendien 2015 

  • „Small Isles“ von Hendrik Löbbert (Berlin) wird mit einem Stipendium in Höhe von 22.000 Euro ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm handelt von den „Small Isles“ am Rande Europas und den dortigen Besitzverhältnissen. Die vier Eilande waren Vorreiter in der Emanzipation der Schotten von ihren feudalen Gutsherren, heute sind die Grundstücke Schauplatz neuer Kämpfe zwischen Vogelforschern, Historikern und Inselbewohnern. 
  • Die Autorin und KHM-Absolventin Claudia Sárkány erhält eine Förderung in Höhe von 20.000 Euro für „33, ledig, sucht“. Das Projekt beschäftigt sich mit der Institution der Ehe und vor allem mit der Frage, warum man heute heiraten sollte. Der Film begleitet die Regisseurin bei der Suche nach Antworten und einem Ehemann.
  • Giuseppe Vaccaro erhält für sein Projekt „Meine heilige Familie“ ein Gerd Ruge Stipendium über 20.000 Euro. Der Autor und HFF-Absolvent (Potsdam) begibt sich auf die Spuren seiner „hoffentlich“ bald heiligen Urgroßtante in Palermo, eine Stadt, in der die Menschen auf Wunder warten. 
  • „La Haine L’Amour – Romeo & Julia“ wird ebenfalls mit 20.000 Euro ausgezeichnet. Das Projekt der DFFB-Absolventin Emma Rosa Simon ist ein Dokumentarfilm mit Spielfilmelementen und soll in der Pariser Vorstadtgemeinde Sevran stattfinden. Im Rahmen eines Filmworkshops erarbeiten die Jugendlichen des Pariser Banlieu gemeinsame Szenen aus Romeo und Julia. 
  • Tom Ehrhardt erhält für „Chagas“ ein Gerd Ruge Stipendium über 14.000 Euro. Francisco Chagas Freitas ist einer der wenigen Förderer nonkonformer DDR-Kunst weltweit, die heute weitgehend als „vergessen“ gilt. Der ehemalige brasilianische Kulturattaché kaufte als Diplomat mehr als 1.200 Werke. Viele der vom Regime abgelehnten Künstler sind heute seine Freunde, die auch nach seiner Rückkehr nach Brasilien auf seine Unterstützung zählen können. 
  • Ein Stipendium in Höhe von 12.000 Euro geht an Jo Claire Roggan und Antonia Traulsen für das Projekt „Der Letzte macht das Licht aus“. Die Autoren setzen sich mit der Wirtschaftsmigration umgekehrt auseinander: Seit der Wirtschaftskrise verlassen tausende Portugiesen ihre Heimat und versuchen ihr Glück in Angola, Portugals einstiger Kolonie in Afrika. Der Film folgt den Spuren eines Paars, dessen Beziehung auf die Probe gestellt wurde, als er ein Jobangebot aus Angola erhielt. 

 

Weitere Informationen und Fotos der Veranstaltung unter www.filmstiftung.de

 

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